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Fotogalerie: Ausbildung zum Winzer

Kai Kunau hat sich für eine Winzerlehre entschieden. Die Lehrzeit auf einem Weingut kann sehr hart sein. Doch wer durchhält, der wird entdecken, dass ein gelungener Wein nach einem Waldspaziergang im Morgengrauen schmecken kann

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© Andreas Reeg
An der Frostgrenze: Der Winzerlehrling Kai Kunau beim Rebschnitt im Januar auf dem Weingut Dreissigacker in Bechtheim im südlichen Rheinhessen
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Schon beim Rebschnitt entscheidet sich, wie sich der Stock entwickeln wird, ob die Traubenmenge geringer oder größtmöglich wird, die Laubwand locker oder lückenlos
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Zwei Wochen lang werden hier im Winter bis zu 15.000 Flaschen täglich gespült, mit dem Wein des vergangenen Jahrgangs befüllt, verschraubt, etikettiert und in Kartons verpackt
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Kai Kunau und der junge Gutsbesitzer Jochen Dreissigacker (rechts) prüfen die Abfüllanlage. Immer mal wieder müssen die Filter gewechselt werden, die den Wein von Schwebstoffen klären
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Im Tank auf einem Wagen wirkt selbst der beste Wein wie ein Massenprodukt. Erst die Abfüllung in Flaschen gibt ihm das Ambiente, das Weinliebhaber so schätzen
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Rund 160.000 Flaschen produziert das Gut im Jahr, davon mehr als die Hälfte Riesling, je zehn Prozent Weißburgunder, Grauburgunder und Chardonnay
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Die Weine kommen auf die Karte im Hotel Bur al Arab in Dubai, im Adlon in Berlin, in der Sansibar auf Sylt, und sie werden beim Deutschen Fernsehpreis ausgeschenkt
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Ursprünglich stammt Kai Kunau aus Hamburg. Eigentlich wollte er nur bei der Lese helfen, blieb dann aber in Bechtheim hängen und hat sich rasch in das Dorfleben verliebt
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Mit einem dünnen Schlauch nimmt Kai Kunau eine Probe aus einem der Fässer. Duftet der Wein schon nach Birnen, Veilchen und Hyazinthen, wie es in den Preislisten heißt?
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Das präzise Schmecken und Benennenkönnen, sagt Kai, lernt nur, wer laufend trainiert, am besten täglich: "Um ein guter Winzer zu werden, muss man saufen."
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Damit die Rebstöcke genügend Halt haben, müssen von Zeit zu Zeit die Drähte nachgespannt oder erneuert werden; dabei hilft auch der Seniorchef
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Wenn viel zu tun ist, wie meist, kann Kai Kunau kaum einmal aufatmen. Bei der Lese haben sie hier oft 20-Stunden-Tag, schlafen dann sogar mitunter am Küchentisch ein
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Seit einiger Zeit hat Kai Kunau einen eigenen kleinen Weingarten, in dem er experimentieren kann. Sein erster Wein, ein Rioja, muss allerdings noch zwei Jahre lang reifen
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Zur Stärkung von Motivation und Teamgeist, versammeln sich Familie Dreissigacker und die Mitarbeiter nicht nur zum Mittagessen, sondern auch zum gemeinschaftlichen Kickern
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Der junge Mann links, der Darmstädter Fotograf Andreas Reeg, hat für GEO WISSEN auf dem Weingut die Bilder gemacht, die hier und im gedruckten Heft zu sehen sind
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