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Dokumentar: Jörg Melander

Der 53-Jährige ist Mitglied der Verifikationsabteilung von GEO und GEO WISSEN



Zoologe wollte ich werden, seit mir als Kind das "Lehrbuch der Zoologie für höhere Lehranstalten" von Prof. Dr. Otto Schmeil, in einer Ausgabe von 1916 in die Hände fiel. Ansonsten habe ich eine "normale" biologische Sozialisation hinter mir: Bernhard Grzimeks "Ein Platz für Tiere", Jacques-Yves Cousteau auf der Calypso im Fernsehen. Natürlich die Bücher von Hans Hass, alle 13 Bände von Grzimeks Tierleben und was ich sonst als Lesestoff bekommen konnte. Dazu meine Goldhamster, Mäuse, Schildkröten und die Voliere mit zig Vögeln, die mein Taschengeld auffraßen.
1979 habe ich Abitur gemacht, den Sommer am Mittelmeer verbracht und, während des Wartens auf die Anerkennung, als Kriegsdienstverweigerer diverse Jobs vom Fahrer einer Großbäckerei bis zum Tiefbauarbeiter ausprobiert. Den Zivildienst leistete ich dann in einem Krankenhaus ab, in dem ich auch während des Studiums der Diplom-Biologie ab Ende 1981 in Hamburg als Nachtwache regelmäßig arbeitete.
Da es sehr viele interessante biologische Veranstaltungen an der Uni gab, war es mir unmöglich, die Regelstudienzeit einzuhalten. Ich versuchte, immer Plätze in zusätzlichen Praktika zu bekommen, die mich interessierten, die ich aber nicht als Pflichtscheine in meinen Wahlfächern brauchte. Gerade in den praktischen Kursen lernte man am meisten.
Nach dem Diplom im Jahr 1988 fing ich eine Doktorarbeit an, hatte nebenbei Jobs und HiWi-Tätigkeiten im Umfeld der Uni. 1990 lernte ich den GEO-Regenwaldverein kennen, arbeitete dort zunächst auf Stundenbasis und wurde dann dessen Geschäftsführer. Nebenbei verifizierte ich eine erste Geschichte für GEO WISSEN (bei allen GEO-Texten werden die Fakten von Dokumentaren geprüft). Ich fand den "Job" sehr vielseitig und interessant, meine Doktorarbeit blieb derweil auf der Strecke. 1994 wurde ich schließlich als Dokumentations-Redakteur fest eingestellt.
Ich finde immer noch, dass mir die kleinen Schlenker auf dem Lebenswegs gut getan haben. Wer selbst einmal eine Reihe 100 Kilogramm schwerer Kantsteine eingesetzt hat, bekommt eine Ahnung wie schwer viele Menschen für ihr Auskommen schuften müssen. Man begreift auch, wie emotional und körperlich fordernd die Pflege von krebskranken oder sterbenden Patienten ist - und bekommt Zweifel, ob die Krankenhäuser wirklich privaten Investoren überlassen werden dürfen.



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