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Ein Wanderer geht steil!

TV-Moderator Manuel Andrack liebt das Wandern in den Mittelgebirgen. Für GEO Special durchstieg er gemeinsam mit einem Bergführer die fast 2000 Meter hohe Watzmann-Ostwand. Seine erste alpine Bergtour. Und ganz sicher auch seine letzte

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© Heinz Zak
"Leichtes Gehgelände" nennen Kletterer eine solche Passage. Manuel Andrack findet sie ziemlich happig. Vorn: der "Hausmeister der Ostwand", Bergführer Heinz Zembsch aus Berchtesgaden, der den Watzmann auf diesem Weg gerade zum 382. Mal besteigt.
© Heinz Zak
Da geht’s rauf! Briefing am Vorabend der großen Tour in St. Bartholomä am Königssee, wo eine Hütte des Alpenvereins eigens für die Ostwand-Besteiger steht.
© Heinz Zak
Bei Sonnenaufgang sind Zembsch und Andrack bereits am Fuß der riesigen, unübersichtlichen Watzmann-Wand - einer der höchsten in den Ostalpen.
© Heinz Zak
Technisch ist die Ostwand - hier aus der Ferne fotografiert - nicht besonders anspruchsvoll. Aber Steinschlag und die gewaltigen Dimensionen, Wetterstürze und abbrechende Schneewechte haben bis heute 101 Alpinisten das Leben gekostet.
© Heinz Zak
Zur Vorbereitung hat Manuel Andrack einige Stunden Kletterunterricht genommen. Wären es doch nur mehr gewesen! Schon die Wasserfallwand auf 1700 Metern verlangt ihm alles ab.
© Heinz Zak
Da kann einem schwindlig werden... aber nicht Profi-Bergfotograf Heinz Zak, der diese Bilder geschossen hat. Er hüpfte ohne Seil durch die Wand wie eine Gemse.
© Heinz Zak
O-Ton Manuel Andrack: Am liebsten ist mir, wenn ich nicht bergab schauen muss, sondern es einfach nur bergauf geht. "Gesicht zur Wand, Arsch zum Land", nennt Zembsch das. Das finde ich halbwegs erträglich, weil sich dann nur mein Hinterteil den Abgrund anschaut. Und mir geht der zweite am ersten vorbei.
© Heinz Zak
Rast bei der Biwakschachtel, einer besseren Hundehütte auf 2380 Metern, in der in Not geratene Bergsteiger übernachten können. Anlässlich der 300. Watzmanndurchsteigung von Heinz Zembsch haben Freunde ihm zu Ehren ein kleines Gartenbänklein hier oben angebracht.
© Heinz Zak
Die letzten Meter auf dem Gipfelgrat... dann ist es geschafft!!
© Heinz Zak
Sieg! Andrack und Zembsch am Gipfelkreuz, 2712 Meter über dem Meer. Doch das dicke Ende kommt noch.
© Heinz Zak
Der Weg hinab ins Wimbachgries führt über einen riesigen Schuttstrom. Äußerst unangenehm zu gehen - selbst wenn man im Vollbesitz seiner Kräfte ist.
© Heinz Zak
Der völlig entkräftete Andrack rutscht aus. Stürzt. Immer wieder. Arme und Beine: eine einzige Schürfwunde. Er hat Angst. Fiese, rote Angst.
© Heinz Zak
Und kommt schließlich doch heil unten an. Nicht zuletzt, weil der unermüdliche Fotograf Heinz Zak - ganz rechts - in wie einen Hund an die Leine nahm und nach unten führte. Am Ende sagte Zak zu Andrack: "Ich habe gesehen, dass du über deine Grenzen gehen musstest. Jetzt weißt du, wo sie liegen. Ich finde es immer spannend, Menschen bei diesen Grenzüberschreitungen zu begleiten".
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