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Mit dem Bulli durch Neuseeland
Vier Räder, zwei Frauen, ein Abenteuer: Im Campingbus aus Hippie-Tagen touren GEO-Special-Reporterinnen über die Südinsel. Ihre Etappenziele: Landschaften, deren Schönheit keinen Sicherheitsabstand hält
In welcher Beziehung der alte Campingbus der GEO-Special-Reporterinnen es mit einem roten Ferrari aufnehmen kann, erzählt Autorin Catrin Barnsteiner im Video (siehe oben). Fotografin Julia Zimmermann trägt ihre Eindrücke von der pannenreichen Reise im Interview bei.
GEO Special: Warum musste es für Ihre Reise eigentlich ausgerechnet ein museumsreifer VW Bulli sein?
Julia Zimmermann: Ganz einfach: Meine erste Fahrt in die große weite Welt habe ich in der Ente meiner Mutter gemacht, damals war es nur Straßburg. Noch heute fährt meine Mutter Ente, und das hat mich geprägt. Wenn ich einen schnatternden Motor höre, geht mir das Herz auf. Bei meinen Recherchen bin ich dann auf ein kleines Familienunternehmen gestoßen, das die Campingbusse vermietet. Und, was soll ich sagen? Ich habe mich sofort in den weiß-roten Bulli verliebt, die eigentliche Hauptfigur unserer späteren Reise. Eine ziemlich eigenwillige, zugegeben.
GEO Special: Warum eigenwillig?
Julia Zimmermann: Wir hatten einige Pannen. Ein angerissenes Kupplungskabel. Ein ständig herausrutschender Zündschlüssel. Eine kaputte Tankanzeige, die uns glauben ließ, wir hätten noch genug Benzin im Tank - was wir nicht hatten. Im Nachhinein würde ich sagen, der Bulli war die Würze in der Suppe. Auch wenn die Pannen nervig waren und wir unseren Zeitplan nicht halten konnten. Aber er war unser Gefährte, und wir hatten durch ihn mehr Kontakt zur Außenwelt. Sind einfacher ins Gespräch gekommen und haben Leute und Land besser kennen gelernt.
GEO Special: Und was hat Sie sonst noch aufgehalten? Schließlich ist Ihr Zeitplan doch recht beträchtlich durcheinander geraten.
Julia Zimmermann: Nun, natürlich hätte ich als Fotografin am allerliebsten alle 200 Meter angehalten. Die „Herr-der-Ringe-Landschaften“, die an uns vorbeizogen, sind unvergleichlich. Und dann habe ich auch noch ein Faible für Schafe.
GEO Special: Schafe? Warum?
Julia Zimmermann: Ich kann es kaum in Worte fassen. Schafe haben so etwas Flauschiges, und sie können so herrlich erstaunt posieren. Für den Zeitplan unserer Reise war es gut, dass es in Neuseeland immer weniger Schafe gibt. Sonst hätten wir noch öfter angehalten und außer dem eigentlichen Höhepunkt Milford Sound, den wir wegen einer Panne nicht zu Gesicht bekamen, auch den Strand von Hokitika, den Lake Rotoroa und das Hafenstädtchen Akaroa verpasst.
GEO Special: Offensichtlich haben Ihnen die Pannen die Laune aber nicht verdorben.
Julia Zimmermann: Kurzzeitig, aber nicht nachhaltig. Schließlich gibt es ohne Tiefs auch kein Hoch. Ein solches war beispielsweise der Tag, an dem Catrin ihr grünes Kleid trug. Sie hatte es gekauft, lange bevor sie wusste, dass sie nach Neuseeland reisen würde. Nun hatte sie es extra eingepackt, um zu überprüfen, ob das, was auf dem Etikett angepriesen wurde, auch wirklich stimmt: "New Zealand green“. Diesen Test hat das Kleid bestanden, wie man auf dem Foto sieht.
GEO Special: Wo entstand das Foto?
Julia Zimmermann: Im Ort Fox Glacier, auf einem Parkplatz, der einer Regenwald-Oase glich. Wie so oft in Neuseeland, gehörte dieses kleine Paradies nur uns. Kein Mensch weit und breit. Wir machten eine Pause und genossen die Sonnenstrahlen. Kurz darauf allerdings war Winterkleidung angesagt – für eine Wanderung am Fuß des Gletschers.
GEO Special: Planen Sie denn schon eine nächste Neuseeland-Reise?
Julia Zimmermann: Oh ja, ich würde gern noch einmal. Denn auch unser letzter Tag in Neuseeland verlief nicht ganz wie geplant. In der Bucht von Akaora, eine Stunde östlich von Christchurch, wollten wir mit Delfinen tauchen. Wir fuhren in voller Tauchmontur hinaus aufs Meer und warteten. Leider hatten wir Pech. Delfine stünden bei einer nächsten Reise also definitiv wieder auf dem Plan. So wie der Milford Sound.
Das neue GEO Special „Neuseeland“ kostet acht Euro – mit DVD 15,90 Euro - und erschien am 7. Oktober 2009.
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Kommentare zu "Mit dem Bulli durch Neuseeland"
Als VW-Busfan habe auch ich schon mal bei diesem Familienbetrieb einen VW Bus T3 gemietet und die Busse hatten mehrere technische Probleme.(im Austausch für den mangelhaften Bus-insgesamt 3xgetauscht-) Die Probleme wurden zwar immer mehr oder weniger behoben, so dass ich den Urlaub fortsetzen konnte. Aber 3 Urlaubstage habe ich dadurch leider verloren ganz zu schweigen von der nervlichen Anspannung. Dies ist sehr ärgerlich bei der schon knappen Zeit für so eine weite Reise. Aber NZ ist traumhaft. Gerne wieder, aber nicht in einem dieser Busse.
Hach wie schööön ... Bin grad durch Zufall drauf gestoßen ; ) So ist die Reise also geworden...sehr schöne Bildsprache...gefällt mir! Liebe Grüße von der Bulli Tanja, die immer noch in NZ ist ; )
Excuse my English (mein deutch ist nicht sehr gut!) I love the video presentation above, very creative!, FYI these vans can be supplied with a porti potti to sort the toilet issue (although NZ has many public toilets with most not charging. The clutch cable was less than a year old (and broke very prematurley - maybe Brazilian?) we managed to get one to them overnight to minimize time to fix. I'm happy to field any questions on traveling by classic campervan in New Zealand, check out our vans at www.classic-campers.com Yours faithfully Bevan Beattie Classic Campers
Ich kauf dann gleich mal das Heft. Wir selbst haben 1996 eine Mördertour mit einem gemieteteten Womo gemacht. Unser größtes Problem war die fehlende Toilette! Gleich mal in die Büsche ging in der Regel nicht, weil die Weiden immer eingezäunt waren. Deshalb hat meine wesentlich bessere Hälfte beschlossen, die nächste Reise mit PKW und Motel zu gestalten. Auch gut! Und hoffentlich bald!
Sehr schön. Herrliche Reise. Aber: Die Sonne hat "gescheint"???