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GEO Magazin Nr. 09/15 Seite 1 von 1


Ernährung: Ist Milch wirklich gut für die Knochen?

Stärkt Milch die Knochen - oder doch nicht? Eine schwedische Studie kommt zu dem Ergebnis: Starke Milchtrinker erleiden im Alter genauso oft Brüche - und sterben sogar früher


Ist Milch wirklich gut für unser Skelett? Eine Studie wirft Zweifel auf (Foto von: AndreasF./photocase.de)
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Ist Milch wirklich gut für unser Skelett? Eine Studie wirft Zweifel auf

Milch enthält Nährstoffe, die unser Skelett braucht: etwa Kalzium, Phosphor und Vitamin D. So soll Milchtrinken auch vor Osteoporose schützen. Doch Forscher der Universität Uppsala stellen diesen eindeutigen Zusammenhang nun infrage. Sie untersuchten über Jahre den Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Knochenbrüchen – und kamen zu dem Ergebnis, dass Frauen, die außergewöhnlich viel Milch trinken, sogar häufiger Knochenbrüche erleiden. Auch das Sterberisiko bezogen auf einen bestimmten Zeitraum war bei starken Milchtrinkern höher.

Kalzium auch durch andere Lebensmittel zu sich zu nehmen

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies mit Galaktose, einem Bestandteil des Milchzuckers Laktose, zusammenhängt. Galaktose fördere Entzündungsreaktionen und steigere so den oxidativen Stress. Die Wissenschaftsautorin Alissa Hamilton plädiert dafür, etwa Kalzium auch durch andere Lebensmittel zu sich zu nehmen: Kohl und Brokkoli zum Beispiel. Ob und ab welcher Dosis Milch nun aber wirklich schädlich zu nennen ist, müssen weitere Studien zeigen.




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Kommentare zu "Ist Milch wirklich gut für die Knochen?"

Antonietta | 29.09.2015 16:28

Gesunde Milch?:
Die Milch verdankt ihren guten Ruf einer Laboranalyse, in der ihr hoher Eiweiß- und Kalziumgehalt festgestellt wurde. Was allerdings nichts darüber aussagt, ob Milch gesund für Menschen ist. Ein hoher Kalziumgehalt allein ist kein Garant für ein „gesundes Lebensmittel“. Im Laufe der Verarbeitung verliert die Milch immer mehr Ähnlichkeit mit ihrem Rohzustand. Die enthaltenen Vitamine gehen durch die Erhitzung der Milch, die Pasteurisierung, in unterschiedlichem Ausmaß verloren. Wird Milch ultrahocherhitzt, denaturiert das enthaltene Eiweiß dabei zu 50-90 Prozent. Diese Milch ist zwar keimfrei, aber ernährungsphysiologisch nicht wertvoll. Milch ist zwar eine Kalziumquelle, aber lange nicht die beste. Eine Ernährung mit vielen tierischen Proteinen begünstigt die Kalziumausscheidung, so dass man mit Milch und Milchprodukten zwar zuerst einmal Kalzium aufnimmt, dieses aber durch den Milchkonsum wieder vom Körper ausgeschieden wird. Grünes Blattgemüse, Samen und Nüsse, Sojabohnen, Tofu und auch hartes Leitungswasser enthalten Kalzium - dieses kann mindestens genauso gut oder sogar noch besser vom Körper aufgenommen werden. In den westlichen Industrieländern, in denen viel Milch und Milchprodukte konsumiert werden, gibt es mehr Osteoporosekranke als irgendwo sonst auf der Welt. Zahlreiche Krankheiten werden mit dem Milchkonsum in Zusammenhang gebracht. Dazu gehören unter anderem Asthma, Neurodermitis, Morbus Crohn, Akne, Diabetes, Blasen- und Nierensteine, Migräne, Brust- und Prostatakrebs, Fettleibigkeit sowie Herz- und Lebererkrankungen. Mehr Details zur gesundheitsschädlichen Wirkung von Milch auf ausgemolken.net. Beitrag melden!


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