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GEO Magazin Nr. 08/12 Seite 1 von 1
Artikel vom


Christen im Irak

GEO-Reporter Malte Henk und Fotograf Andy Spyra waren vor Ort, um das Leben von Christen im Irak zu dokumentieren

Text von Malte Henk

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Yohanna Petros Mouche, Erzbischof der syrisch-katholischen Kirche, hat seinen Sitz eigentlich in Mosul, der Millionenstadt im Zentrum der Ninive-Ebene. Doch nach zahlreichen Anschlägen, Entführungen und Morden ist Mosul für Christen zu gefährlich geworden - bis heute. Deswegen ist der Erzbischof ins nahe gelegene Karakosh gezogen, wo Christen ihren Glauben in Sicherheit praktizieren können (Foto von: Andy Spyra)
© Andy Spyra
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Yohanna Petros Mouche, Erzbischof der syrisch-katholischen Kirche, hat seinen Sitz eigentlich in Mosul, der Millionenstadt im Zentrum der Ninive-Ebene. Doch nach zahlreichen Anschlägen, Entführungen und Morden ist Mosul für Christen zu gefährlich geworden - bis heute. Deswegen ist der Erzbischof ins nahe gelegene Karakosh gezogen, wo Christen ihren Glauben in Sicherheit praktizieren können

Um das Jahr 1900 war jeder fünfte Bewohner des Nahen Ostens, der Ursprungsregion des Christentums, christlich. Heute ist es noch jeder zwanzigste. Es gibt die offene, brutale Variante wie im Irak, wo im Bürgerkrieg nach dem Sturz Saddams etwa 1000 Christen ermordet wurden; von wo seitdem geschätzt jeder zweite Christ geflohen ist, nach Detroit oder in die deutsche Provinz oder sonst wohin. Und es gibt die versteckte Variante, das schleichende Wirken der Demographie: Wirtschaftsmigration; schrumpfende Geburtenraten; ein langsam tröpfelnder Abfluss.

Andy Spyra und ich trafen unter anderem Lilian Janan Sa'deed: Sie war knapp so alt wie Andy Spyra, Mitte zwanzig, und saß in ihrer Wohnung auf einem viel zu großen Sofa und schaute ins Leere. Es gab sonst nicht viel in dieser Flüchtlingswohnung in der Stadt Karakosh im Norden des Irak. Ein paar Bilder an den Wänden, einen einsamen Couchtisch, auf dem ein Kinderbuch lag, My Little Book About God. Lilians Tochter, ein süßer Fratz im Schleifenjäckchen, steckte sich das Buch in den Mund und gluckste fröhlich vor sich hin. Ihre Mutter saß auf dem Sofa und blickte in eine unerreichbare Ferne, und sie erzählte in stockenden Worten ihre Geschichte.


Es war eine Geschichte, wie wir sie so oder so ähnlich schon mehrmals gehört hatten in den vergangenen Tagen. Und Andy Spyra hatte so etwas sogar noch viel öfter erlebt, weil er schon seit dem Frühjahr 2011 dem Exodus der Christen aus dem Nahen Osten nachspürt. Spyra ist in der Türkei gewesen, in Ägypten, im Irak, er plant Reisen nach Israel und nach Gaza und in weitere Länder. Man kann sagen, dass Andy Spyra so etwas wie ein Experte geworden ist für die Verbrüderung von Glaube und Gefahr, ein Detektiv, der den Zeichen des Verschwindens nachspürt, ein Experte für die schizophrene Lage von Menschen, die auf dem Bleiben beharren und doch vom Ausland träumen, die stolz sind auf die uralte Geschichte ihrer Kultur - und Angst haben vor der Zukunft.

Von all dem erzählt Andy Spyra mit seinen Schwarz-Weiß-Bildern, er hat einen Blick für die Macht von Ritualen und Traditionen, und er hat einen Blick für die Wucht von Landschaften, die uralte Kulturräume sind, mit Friedhöfen und Klöstern und Kirchen aus den Anfangszeiten des Christentums; auf seinen Fotos wirken diese Landschaften wie gemacht für einen Western, irgendeinen Alles-oder-nichts-Film, der in längst vergangenen Zeiten spielt. Und natürlich hat Andy Spyra einen Blick für das Leid der Menschen, die er trifft, für Bedrohungen und Lebensbrüche, die sich in Gesichter gegraben haben; er hat einen Blick dafür, was eine Geste verraten kann, ein Blick, eine einsam wehende Gardine im Empfangszimmer einer viel zu leeren, viel zu kalten, viel zu traurigen Wohnung. So war es bei Lilian Janan Sa'deed. Sie erzählte ihre Geschichte: von den Einschüchterungen, denen ihre Familie sich im Irak ausgesetzt sah, nur weil sie Christen waren. Von der Flucht nach Karakosh, einer Stadt mit neun Kirchen, 2000 Mann unter Bewaffnung, 45.000 Einwohnern, davon 98 Prozent Christen - Karakosh ist heute die größte christlich geprägte Stadt des gesamten Nahen Ostens. Von ihrer Heirat erzählte Lilian, als endlich alles gut zu werden schien. Und von dem Tag, als sie, hochschwanger, morgens mit ihrem Mann telefonierte. Davon, wie er kurz darauf losrannte, weil er die Fahrer mehrerer Busse, voll mit christlichen Studenten aus Karakosh, vor der Explosion einer Bombe am Straßenrand warnen wollte. Wie die Busse zwar abdrehen konnten, der Körper ihres Mannes aber von der Bombe zerfetzt wurde. Heute feiern sie ihren Mann als Märtyrer, aber Lilian versinkt in der Traurigkeit. Man muss vielleicht an einem Ort wie Karakosh gewesen sein, um zu ermessen, was es bedeuten kann, heute noch Christ zu sein. Lilian flehte uns an, sie aus dem Irak zu bringen, nur fort von hier, aber wir konnten nichts für sie tun, natürlich. Wir baten sie, Fotos von ihr machen zu dürfen, und sie stimmte zu, weil sie, irgendwo am Grund ihrer Verzweiflung, darauf hoffte, dass ihr Porträt, über ihre Geschichte gelegt, irgendetwas bewirken, von irgendetwas erzählen könnte, das ihr wichtig war.

Es quälte diese depressive junge Frau in der Uniform der irakischen Witwen, dem langen schwarzen Kleid, sich einem Fotografen zu stellen. Aber sie wollte es so und wünschte es. Also schickte ihr Andy Spyra ein aufmunterndes, fast schüchternes Lächeln hinter seiner Mittelformatkamera hervor, und dann fotografierte er sie.


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Kommentare zu "Christen im Irak"

Daaaaaa | 30.08.2012 10:46

Vielen Dank, liebe "demokratieschaffenden USA". Ihr habt richtig die "Demokratie" ins Land gebracht. Vorher, wo die Christen und Muslime während der Herrschaft Husseins einigermaßen friedlich lebten, werden sie jetzt, im "demokratischen" Irak durch die fundamentalistischen Islamisten einfach nur getötet, gefoltert, in die Luft gesprengt. Beitrag melden!

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