Hauptinhalt

GEO Magazin Nr. 02/03 Seite 1 von 5


GEO Magazin Nr. 02/03 - Verbrechen gegen die Deutschen? - Heft vergriffen - › Abonnieren

Terror gegen den Terror?

Dass sich die Deutschen mit dem Entfesseln des Zweiten Weltkriegs und in diesem Krieg entsetzlicher Verbrechen schuldig gemacht haben, steht außer Zweifel. Aber wie ist die Kriegsführung der Alliierten zu bewerten, wie ihre Bombenstrategie gegen deutsche Städte, die etwa 500000 Menschen das Leben kostete? War sie militärisch wirklich notwendig?

Text von Christoph Kucklick
Stellvertretender Chefredakteur GEO

Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 

Daten werden gesendet ...


Bitte geben Sie Ihren Namen an!


Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!


Bitte geben Sie eine Empfänger-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ungültig!




* Pflichtfeld

» E-Mail versenden «
Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet und nicht gespeichert oder an Dritte weitergeben!

 fhdfh

So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.



In der Nacht des 16. März 1945 fliegen rund 200 britische Bomber vom Typ Lancaster Richtung Würzburg. Kaum eine andere deutsche Stadt ist so reich an Architektur und Kunstschätzen, an Pracht aus dem Rokoko. Weil es in dem fränkischen Ort keine Industrie und keine Militäranlagen gibt, ist die Luftverteidigung schwach, und die Menschen sind sorglos: Weswegen sollte man sie attackieren? Der Angriff beginnt um 21.25 Uhr, es ist eine wolkenlose Nacht. Die Bomber werfen insgesamt 256 Spreng- und 397 650 Brandbomben ab. In dem Talkessel heizen Fallwinde die Flammen rasch an, und das Holz der Häuser brennt gut. Im Feuer wird die Stadt stark zerstört, 5000 Menschen sterben. Der Angriff dauert nur 17 Minuten.


Brennende Öltanks im Hamburger Hafen nach einem Luftangriff während des Zweiten Weltkriegs (Foto von: dpa)
© dpa
Foto vergrößern
Brennende Öltanks im Hamburger Hafen nach einem Luftangriff während des Zweiten Weltkriegs

Schauderhafte Statistik

Insgesamt warfen die Alliierten 1,4 Millionen Tonnen Bomben auf das Deutsche Reich. Je nach Schätzung starben dadurch zwischen 400 000 und 570 000 Zivilisten, das waren weniger als ein Prozent der Bevölkerung. Die Zahl der Verwundeten und Verstümmelten wurde nie verlässlich erhoben. Sieben Millionen Bürger verloren ihre Wohnungen. 161 Städte und mehr als 850 kleinere Orte wurden von Bomben getroffen. In den Städten mit mehr als 100000 Einwohnern wurde im Durchschnitt fast die Hälfte aller Häuser zerstört, in vielen Orten waren es wesentlich mehr: in Düren rund 99 Prozent, in Hanau 87, in Würzburg 74, in Köln 70 Prozent. Englische Strategen prägten dafür einen Begriff: dehousing, Enthausung. Das britische Bomber Command vernichtete im Jahre 1944 im Durchschnitt zweieinhalb Städte pro Monat, wie sein Kommandeur Arthur Harris nicht ohne Stolz vermerkte. Auch hat der Bomberchef nie einen Zweifel daran gelassen, wem die Mehrzahl der Angriffe galt: den Zivilisten, den Arbeitern. Nicht militärischen oder industriellen Zielen. Viele Angriffe waren Terror und sollten es sein, um die Moral der Deutschen zu brechen und so den Untergang des Nazireiches zu beschleunigen.


Nie zuvor ist ein Land derart systematisch verwüstet worden. Weil aber "Moral" schwer zu treffen war, zielten die Spreng- und Brandsätze auf Wohnhäuser und Kirchen und Schlösser. In fünf Jahren Bombenkrieg wurden mehr als 1000 Jahre Stadtgeschichte weitgehend ausgelöscht. Zwischen 1940 und 1945 wurden insgesamt 1,4 Millionen Starts britischer und US-amerikanischer Bombenflugzeuge in Richtung Deutschland gezählt. Die Angreifer verloren dabei rund 21000 Flugzeuge und 140 000 Mann, das entspricht einem Drittel der alliierten Gesamtverluste. Was sich während der Bombardements in den brennenden Städten zugetragen hat, übersteigt jedes Fassungsvermögen. So enorm soll die Verstörung gewesen sein, dass sie nach dem Krieg in Schweigen umgeschlagen und "nie wirklich in Worte gefasst" worden sei.


Fragwürdiger Präzedenzfall

Vor allem der Mythos um Guernica blockiert zuweilen die Diskussion. Der deutsche Angriff auf die baskische Stadt am 26. April 1937 gilt gleichsam als Sündenfall des Terrorkriegs, als Blaupause, die alle Luftmächte später nur kopiert haben: Die Deutschen haben angefangen und das unterschiedslose Bomben gegen Zivilisten erfunden. Daran ist nicht falsch, dass Guernica ein Terrorangriff war. Aber die Annahme, er sei ein Präzedenzfall, ist irrig. In seinem Buch "A History of Bombing" hat der schwedische Autor Sven Lindqvist den Mythos bereinigt: Der Bombenkrieg gegen Zivilisten war nicht die Erfindung einer einzelnen Nation, sondern der gesamten industrialisierten Staatenwelt. Die erste Bombe der Geschichte fiel am 1. November 1911, acht Jahre nachdem zum ersten Mal ein Motorflugzeug abgehoben hatte. Der italienische Leutnant Giulio Cavotti warf sie - ein dänisches Produkt - nahe des libyschen Tripolis aus seinem aeroplano auf Araber, die sich gegen die Kolonialtruppen der Italiener wehrten. Wie viele Menschen umkamen, ist nicht überliefert, der offizielle Bericht des Millitärs schwärmte von dem "wunderbaren Effekt auf die Moral der Araber".



Seite 1 von 5
Druckansicht   Artikel per E-Mail weiterempfehlen  Artikel kommentieren 

Momentan sind zu dem Artikel "Terror gegen den Terror?" keine Kommentare vorhanden.

Kommentar verfassen

Ja, ich möchte eine Benachrichtigung per Mail erhalten, wenn es neue Kommentare zu diesem Artikel gibt.
* Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine gültige Mailadresse ein. Diese wird später nicht auf unseren Seiten zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink - einfach anklicken und schon ist Ihr Beitrag online!

Mit der Abgabe eines Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.