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Inhaltsverzeichnis
Im Reich der Imperatoren
Die Römische Republik wird im Bürgerkrieg zerrieben, und so errichtet der siegreiche Augustus
ab 27 v. Chr. auf deren Trümmern ein neues politisches System: das Kaisertum. Unter seinen Nachfolgern
wird das Imperium Romanum so groß wie nie zuvor. Von Spanien bis Kleinasien, von
Britannien bis Nordafrika künden bald Städte mit Foren, Theatern, Straßen und Tempeln von der
Zivilisation am Tiber - ihren einzigartigen Segnungen und ihrer Macht, die allgegenwärtig ist
Der zweite Gründer Roms
Ein Jahrhundert lang währt die Agonie der Römischen Republik:
Nachdem alle äußeren Feinde niedergekämpft sind, stürzen machtlüsterne
Senatoren, die nach der Alleinherrschaft streben, den Staat über Generationen
immer wieder in Bürgerkriege. Als Sieger aus dem mörderischen Ringen
geht schließlich Oktavian hervor, der Adoptivsohn und Erbe Caesars.
Fortan herrscht er allein über Rom aber wie kann er dem Schicksal seines
Mentors entgehen? Um seine Macht zu sichern, ersinnt der Politiker,
den sie schon bald »Augustus« nennen, »der Erhabene«, über Jahre immer
neue Ämter und Befugnisse, umschmeichelt die Senatoren, belohnt die
Legionäre, betäubt das Volk mit Brot und Spielen und schafft schließlich
das Prinzipat: eine Regierungsform, mit einem Kaiser an der Spitze,
die mehrere Jahrhunderte überdauern wird
Im Zentrum der Macht
Das Wort des römischen Kaisers gilt um
40 n. Chr. von der Kanalküste bis nach Nordafrika,
von Spanien bis ans Schwarze Meer. Als letzte
Instanz gebietet er über Recht, Wohlstand, Frieden
und Glauben von etwa 55 Millionen Untertanen.
Um diese gewaltige Aufgabe zu bewältigen,
hatte bereits Augustus einen Stab Berater
um sich, doch erst Kaiser Claudius wird die Verwaltung
des Reiches perfektionieren
Oh brennendes Rom
Kein Herrscher der Antike
hat einen so schlechten Ruf wie
Nero: Der ab 54 n. Chr. regierende
Kaiser gilt vielen bis heute
als Ungeheuer, das den Mord
an der eigenen Mutter befahl, Rom
anzündete, die Katastrophe
besang und die Christen für sein
Verbrechen büßen ließ.
Doch die wahre Geschichte des
Cäsaren ist eine andere
Seeschlacht im Kolosseum
Mit einem 100 Tage währenden Fest eröffnet Kaiser Titus
80 n. Chr. ein riesiges Amphitheater, dessen Bau sein Vater Vespasian
rund zehn Jahre zuvor begonnen hat. Zu den Attraktionen gehören
Gladiatorenkämpfe, Tierhetzen, Hinrichtungen und die Rekonstruktion
einer antiken Seeschlacht, für die Titus vor den Augen der
erstaunten Besucher Land zu Wasser werden lässt
Der Fluch der Größe - Trajan
Ausgerechnet ein Kaiser,
der keiner ehrwürdigen Dynastie
entstammt, ein Emporkömmling
also, treibt Rom auf den
Höhepunkt der Macht. Als Mann
der Armee und geschickter
Feldherr erringt Trajan im Osten
entscheidende Siege. Doch dann
überdehnt er das Imperium
Bollwerk gegen die Barbaren
Als Hadrian 117 n. Chr. Kaiser wird, hat das Imperium
Romanum seine größte Ausdehnung erreicht. Doch
von allen Seiten berennen Feinde nun das Riesenreich,
das unregierbar zu werden droht. Und so will der
Imperator keine weiteren Eroberungen machen, sondern
das bestehende Territorium sichern - unter anderem
durch einen Grenzwall im Norden Englands
Zum Herrschen verurteilt, zum Krieg verdammt
Er ist ein Knabe von ungewöhnlicher Begabung, geboren
in eine der mächtigsten Familien Roms. Ein Intellektueller, der die
Askese liebt und das Nachsinnen über die Natur des Menschen.
Doch der Traum vom Leben als Philosoph endet schon im Jünglingsalter,
als Mark Aurel durch Adoption zum künftigen Herrscher erwählt
wird. Und kaum hat er 161 n. Chr. die Kaiserwürde erhalten, berennen
Feinde die Grenzen des Imperiums. Bis zu seinem Tod wird der
Schöngeist auf dem Thron Rom verteidigen müssen - in blutigen
Schlachten, die er niemals schlagen wollte
Tor zu den Tropen: Leptis Magna
Lange Zeit ruht das Interesse
der Römer an Afrika. Erst
unter Augustus gerät der
Norden des Kontinents wieder
verstärkt in den Blick des
Imperiums,
werden Veteranen
an der Küste angesiedelt und
etliche Städte nach römischem
Vorbild umgebaut. Kaum ein
Ort profitiert von der Herrschaft
Roms mehr als die Hafenstadt
Leptis Magna, von der
aus wichtige Karawanenwege
in die Welt jenseits
der Sahara führen
Mörder auf dem Thron
Im 3. Jahrhundert n. Chr. taumelt das Imperium in eine tiefe Krise: Feinde
berennen die Grenzen an Rhein und Donau sowie im Orient. Skrupellose Truppenführer
putschen sich an die Macht. Irgendwann ist das Reich derart zersplittert, dass eine
Provinzstadt am Rhein sogar zur Kaiserresidenz aufsteigt: Köln
Die Stadt der Städte
Am 21. April 248 n. Chr. begehen die Römer den 1000. Geburtstag jener Metropole, die ihren Bürgern und einem ganzen Imperium den Namen gegeben hat. Kaiser Philippus Arabs wird seinen Untertanen Elefanten präsentieren, Giraffen und Flusspferde, wird Wagenrennen veranstalten und Sängerwettkämpfe. Er wird die Stadt hochleben lassen, deren Ruhm scheinbar ewig währt. Dies ist die Geschichte der Nacht davor
Konstantin - Sieger im Zeichen des Kreuzes
Er ist ein brutaler Gewaltherrscher, der ein gnadenloses
Strafrecht einführt und seine Rivalen beseitigen sowie zahlreiche
Verwandte ermorden lässt. Doch Konstantin I. ist auch der Kaiser, der das
Christentum zur bestimmenden Religion im Imperium macht und
deren Charakter entscheidend prägt
Angriff der Goten
Im Sommer 410 n. Chr. ist Rom schon lange nicht mehr die politische
Kapitale des Imperiums: Der Kaiser des Ostens regiert von Konstantinopel aus, der
Herrscher des Westens residiert in Ravenna. Doch die Ewige Stadt bleibt das
Herz des Reiches und das wird nun von Barbaren bedroht. Denn Goten belagern
die Mauern. Und bald öffnet sich ein Tor in den Wällen
Angriff eines Weltreiches
Fast genau 500 Jahre nachdem Augustus das Kaisertum begründet
hat, besteigt ein Knabe den weströmischen Thron: Romulus, genannt
Augustulus, das »Kaiserlein«. Der Junge wird der letzte Imperator
im Westen des einst mächtigen Reiches sein. Und bis heute rätseln die
Forscher, weshalb genau das erfolgreichste Staatengebilde, das
jemals in Europa existiert hat, zerfallen ist
Daten und Fakten: Die Geschichte des Kaiserreiches
Nach dem Niedergang der Republik schmiedet Augustus aus der Herrschaft mächtiger Adelsfamilien
das Regime eines Einzelnen. Unter ihm und seinen Nachfolgern wird Rom so groß und einflussreich
wie nie zuvor. Erst die Stürme der Völkerwanderung werden das Imperium zu Fall bringen
Weiterführende Literatur zum Thema, für Sie zusammengestellt und bewertet von der GEOEPOCHE-Redaktion