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GEO EPOCHE Nr. 33 - 10/08 - New York 1625-1945





Inhaltsverzeichnis

New York: Buchtipps

Empfehlungen der GEOEPOCHE-Redaktion für eine vertiefende Lektüre


1940: Stadtplan

Zwischen East River und Hudson



1880-1945: Bildessay - Die Metropole der Moderne

"Gebt mir eure Müden, eure Armen, eure bedrängten Massen, die frei zu atmen begehren", steht auf dem Sockel der Freiheitsstatue, die 1886 vor New York errichtet wird. Und die Massen kommen: Für Millionen Immigranten, die hier in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts anlanden, wird die Metropole am Hudson zum Ort der Hoffnung und der Chancen. Angetrieben von einem erbitterten Überlebenswillen, befeuert von gnadenlosem Konkurrenzkampf, entfesseln die Neubürger gemeinsam mit den Einheimischen eine einzigartige Dynamik, die von den rauen Kräften des Kapitalismus geprägt wird, von Kreativität und nicht selten von Größenwahn. Wie im Rausch verändern sie die Stadt alle paar Jahre von Grund auf und erschaffen einen Ort, der ohne Beispiel ist



1625-1664: Petrus Stuyvesant - Der Lange Kampf um Manna-hata

Niederländer gründen um 1625 auf einer Insel an Amerikas Ostküste "Nieuw Amsterdam". Petrus Stuyvesant regiert die Handelssiedlung mit harter Hand - bis ein Angriff der Engländer droht



1765-1783: Weg zur Unabhängigkeit - Gegen König und Empire

Ein Jahrhundert lang ist New York britische Kolonie und steigt auf zur Handels­metropole. Doch 1765 kommt es wegen einer neuen Steuer zum Konflikt mit dem Mutterland, der zu offener Rebellion eskaliert. Die Stadt am Hudson wird zur strategisch wichtigen Bastion im folgen­den Krieg um Unabhängigkeit. Als die Briten sie im Herbst 1776 besetzen, greift George Washington, Oberbefehls­haber der amerikanischen Truppen, zu einem riskanten Mittel: Spionage



1811: "The Grid" - Ein Straßenraster für die Zukunft

Rasant und unkontrolliert dehnt sich New York zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf der Insel Manhattan aus. Bis der New Yorker Bürgermeister DeWitt Clinton 1811 einen einzigartigen städtebaulichen Entwurf vor­legen lässt: "the grid" den Grundriss einer mächtigen, streng geometrisch geordneten Weltstadt



1863: Die Gangs - Früchte des Zorns

Im 19. Jahrhundert prägen Gangkriege und Rassenhass das Leben in den engen Straßen der New Yorker Slums. 1863 brechen dort die blutigsten Unruhen der US-Geschichte aus



1870: Boss Tweed - Der König der Korruption

Mitte des 19. Jahrhunderts kontrollieren politische Seilschaften mithilfe von Bestechung und Vetternwirtschaft immer größere Teile der Stadtverwaltung. Die berüchtigtste, nach ihrem Tagungsort "Tammany Hall" genannt, führt William "Boss" Tweed ein einstiger Feuerwehrmann, der zum mächtigsten Mann New Yorks aufsteigt



1883: High Society - Mrs. Astors Himmelreich

Nach dem Bürgerkrieg streben Neureiche in New Yorks Oberschicht. Aber eine Frau verteidigt den Status der Alteingesessenen: Society-Königin Caroline Astor



1892-1954: Ellis Island - Das Vorzimmer Amerikas

Auf Ellis Island, einer kleinen Insel nahe Manhattan, werden Millionen Einwanderer eingehend überprüft. Denn Kranke, Schwache und Hilfsbedürftige sind unerwünscht



1898: Brooklyn - Das andere New York

Brooklyn ist Manhattans unscheinbarer Nachbar: Während die Metropole mit ihren Wolkenkratzern Jahr für Jahr der Zukunft neue Denkmäler setzt, wuchert die bis 1898 unabhängige Stadt auf der anderen Seite des East River langsam in die Breite und wird zum Hinterhof des mächtigen Babylon. Aber auch zum Abenteuerspielplatz: Denn in den Vergnügungsparks von Coney Island gibt es Niegesehenes und Unerhörtes



1925: Tony Sarg's Großstadtbilder - Im Sog der Metropole

Rastlose Menschenmassen, Geschwindigkeit, tosender Verkehr, glitzernde Tempel des Geschäfts und der Vergnügung: Spätestens seit New York zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur archetypischen Metropole der Moderne aufgestiegen ist, inspiriert die Stadt Künstler und Literaten. Um 1925, auf dem Höhepunkt der "Roaring Twenties", fängt der Illustrator Tony Sarg mit ironischem Blick für das Detail Alltagsmomente ein. Mit den Worten der Dichter fügen sie sich zu einer zeitlosen Poetik der Großstadt



1919-1929: Dorothy Parker - Spötterin der Roaring Twenties

Theater, Clubs und neuartige Magazine machen New York in den 1920er Jahren zum Zentrum gehobenen Amüsements. Im "Algonquin Hotel" trifft sich täglich eine Clique scharfzüngiger Journalisten und Autoren, um der Stadt den Puls zu fühlen unter ihnen Dorothy Parker, so boshaft und schlagfertig wie keine andere



1920-1929: Das schwarze New York - Harlem Shuffle

Von 1920 an wird das Viertel nördlich des Central Park zum Herzen des schwarzen Amerika - und Jazz zum Sound der Roaring Twenties



1923: Baseball - Big Bang im Yankee Stadium

Im Oktober 1923 laufen die New York Yankees in ihrem neuen Stadion auf, um mit der "World Series" endlich den wichtigsten Wettbewerb des Baseballs zu gewinnen. Ein Spieler soll die Yankees zum größten Triumph ihrer Vereinsgeschichte führen: "Babe" Ruth, der schillernde Star einer sportbegeisterten Metropole



1929: Börsencrash - Sechs Tage im Oktober

New York ist der wichtigste Finanzplatz der Welt, euphorisch investieren die Anleger. Doch dann bricht die Börse an der Wall Street zusammen - und Tausende sind ruiniert



Audio: Great Crash - Sechs Tage im Oktober

Getrieben von einer blinden Euphorie, erzielen Kleinanleger und professionelle Spekulanten an der Wall Street des Jahres 1929 fantastische Gewinne. Doch im Herbst häufen sich die Anzeichen einer Krise: Mathias Unger spricht eine historische Rekonstruktion von Ralf Berhorst


1929-1944: Empire State Building - Wettlauf zu den Wolken

Gier und Prestigewahn lassen in New York mehr Wolkenkratzer in den Himmel schießen als irgendwo sonst. Der größte: das Empire State Building - anfangs ein wirtschaftliches Desaster



1934-1945: La Guardia - Der Bürgermeister und der Neuanfang

1934 tritt Fiorello "Little Flower" La Guardia sein Amt als Bürgermeister der verarmten Metropole an. Binnen weniger Jahre zerschlägt er die vorherrschende, jeden Fortschritt lähmende Günstlingswirtschaft, revolutioniert den Verkehr, schafft Wohnungen für die Armen und verwandelt New York in eine bürgerfreundlichere Stadt



1945: Kriegsende - Das Zentrum der Welt

Am Ende des Zweiten Weltkriegs feiert das unversehrte New York den Triumph. Und schon bald avanciert die amerikanische Metropole zur bedeutendsten Stadt des Planeten. Ein Schlussessay von Jan Morris



Zeitläufte - Die Geschichte New Yorks

In den ersten knapp 200 Jahren nach ihrer Gründung wächst die Stadt nach und nach auf gut 60000 Einwohner. Dann, von 1800 bis 1900, schießt die Bevölkerungszahl auf 3,4 Millionen empor. Und 1945 ist die Metropole die größte Stadt des Planeten



Vorschau: Die Germanen

Die nächste Ausgabe von GEO EPOCHE erscheint am 10. Dezember 2008