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Leseprobe: Die Kraft der Triebe

Sie wollen eine neue Kunst, die vier jungen Männer, die sich im Sommer 1905 in Dresden zusammentun: eine Ästhetik, die nicht Regeln folgt, sondern dem Instinkt; Bilder, die sich nicht am Sichtbaren orientieren, sondern am eigenen Gefühl; Ansichten, die nicht von perfekter Technik künden, sondern vom ausgelebten Trieb. Ihre Gruppe nennen sie »Brücke«. Sie wird zum ersten Kraftzentrum des Expressionismus

Text von Jörg-Uwe Albig

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Lesen Sie einen Auszug aus der neuen Ausgabe von GEOEPOCHE EDITION zum Thema "Expressionismus":


Für die Brücke-Künstler ist der nackte Leib Ausdruck eines seligen Urzustands vor aller zivilisatorischen Entfremdung. Das Werk "Fränzi liegend" führt Erich Heckel 1910 in der alten Kunstform des Holzschnitts aus, die die Brücke-Mitglieder wiederbeleben (Foto von: ErichHeckel1910)
© ErichHeckel1910
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Für die Brücke-Künstler ist der nackte Leib Ausdruck eines seligen Urzustands vor aller zivilisatorischen Entfremdung. Das Werk "Fränzi liegend" führt Erich Heckel 1910 in der alten Kunstform des Holzschnitts aus, die die Brücke-Mitglieder wiederbeleben

So muss es vor dem Sündenfall gewesen sein – vor der Zeit der Fabriken, der Luftschiffe und der Neurasthenie. Bevor die Städte wuchsen, Korsette und steife Krägen die Menschen einzwängten. Bevor die strengen Väter die Welt erstickten: die Oberamtsräte, die Schulmeister, die Pfarrer und die Offiziere – und schon seit gut 20 Jahren Kaiser Wilhelm II.

An den Moritzburger Teichen werfen Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Max Pechstein die Kleider ab und die Hemmungen. Morgens ziehen sie los, bepackt mit Leinwänden, Farbkästen, Pinseln und Zeichenutensilien, begleitet von Frauen und Mädchen mit Taschen voller Proviant. Sie lassen sich nieder am schilfbestandenen Ufer, zwischen Büschen und Eichen, Kiefern und Birken.

Dann ziehen sie sich aus, rennen ins Wasser, baden und tollen durch das Gebüsch, spielen Ball und machen Bocksprünge. Sie schießen mit dem Bogen und werfen den Bumerang. Sie planschen und spritzen, bewerfen einander mit Schilf. Sie umarmen die Frauen und Mädchen, essen und trinken oder lungern einfach im Gras. Und sie halten das bukolische Treiben in Skizzen und Aquarellen fest, als Vorlagen für Gemälde und Holzschnitte.

Und wenn der Ortsgendarm wegen „gröblicher Versündigung gegen die Sittlichkeit“ einschreitet, rollen sie die Leinwände auf, nehmen die Keilrahmen auseinander und wickeln sich die Kleider um die Köpfe. Dann schwimmen sie zu einer Insel hinüber und malen im blickdichten Gesträuch weiter.

Leben wie ein wilder Volksstamm
Vorzeitliche Tage! An diesen Teichen, 15 Kilometer nordwestlich von Dresden, führen sie im Sommer 1910 „ein Leben in der Art eines wilden Volksstammes“, wie ein Kunstsammler ihnen bescheinigt. Es gibt ja „nichts Reizvolleres“, schreibt Kirchner dem Kunstfreund, „als Akte im Freien“.

Kirchner ist ein Draufgänger, ein nervöser Genialiker, belesen und intelligent, doch auch reizbar und misstrauisch wie ein Tier. An der Königlich Sächsischen Technischen Hochschule in Dresden hat er sein Architekturstudium mit der Note „Gut“ abgeschlossen – jetzt will er nur noch für die Malerei leben. Mit drei Kommilitonen, dem zerbrechlichen Erich Heckel, dem rührigen Fritz Bleyl und dem wortkargen Karl Schmidt, der sich nach seinem Geburtsort bei Chemnitz „Schmidt-Rottluff“ nennt, hat er am 7. Juni 1905 die „Künstlervereinigung Brücke“ gegründet.

Heckel wurde „Schriftführer“ und mietete für acht Mark monatlich in der Berliner Straße einen verlassenen Fleischerladen als Hauptquartier, das sie mit selbstgezimmerten Hockern ausstaffierten, „dazu Vorhänge aus Batik“. Bald kamen weitere Mitstreiter hinzu – unter ihnen der herzliche Norddeutsche Emil Nolde, der lebensfrohe Sachse Max Pechstein, später der in sich gekehrte Otto Mueller aus dem Riesengebirge.

Die „Brücke“-Gründer haben Malerei nicht studiert, sie scheren sich nicht um „dieses Sumsilarium um Technik, Studium, Talent“, wie Kirchner es nennt. „Unmittelbar und unverfälscht“, so heißt es in ihrem nur zwei Sätze umfassenden „Programm“ von 1906, wollen sie ausdrücken, was sie „zum Schaffen drängt“.

Die Bilder sollen intensive Empfindungen offenlegen
Getreu der aktuellen Lehre des einflussreichen Wiener Kunsthistorikers Alois Riegl, der nicht das Können, sondern das Gefühl des Malers zum Maßstab der Kunst erklärt, gestalten sie nicht, was sie sehen, sondern was sie spüren: „Rein sinnlich instinktmäßig“ will Kirchner seine Empfindungen auf die Leinwand wuchten – Malerei als Punk-Rock des neugeborenen Jahrhunderts.

Sie pfeifen auf Distanz, Perspektive, Schattierungen, Nuancen oder Details. Auf ihren Bildern ragen kantige Figuren hart in den Raum, wie mit Äxten aus der Landschaft gehauen, roh, konturiert mit dicken schwarzen Linien. Leuchtende, ungebrochene Farbflächen stehen Kante an Kante, schreien einander an, bilden flackernde Komplementärkontraste: rote Leiber vor grünem Wald; blaue Bäume über orangefarbenen Feldwegen. Und immer wieder schimmert die nackte, weiße Leinwand durch.

Das ist ein Affront gegen die pedantischen Historienschinken, die der Kaiser und sein Kunsthochschul-Direktor Anton von Werner so schätzen. Es macht sich auch nicht gemein mit dem dekorativen Ästhetizismus des Jugendstils oder dem Perfektionismus der „deutschen Impressionisten“ wie Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth.

Mehr verdanken die Brücke-Maler Farb-Berserkern wie dem Niederländer Vincent van Gogh, dessen Malerei sie ab 1905 in Dresden und Berlin studieren können, oder dem Norweger Edvard Munch – auch wenn ihre Einladung an den Pionier, der Brücke beizutreten, ohne Antwort bleibt.

Der Südsee-Romantiker Paul Gauguin, von dem Heckel 1908 „einige wunderschöne Bilder“ gesehen hat, hat sie ebenfalls beeindruckt. Auch von den „Fauves“ haben sie gelernt, den „Wilden“ um den Franzosen Henri Matisse, die leuchtende Farben direkt und flächig auf die Leinwand bringen.

Doch wo die Franzosen mit Augenmaß und Delikatesse zu Werke gehen, um eine „Kunst voll Gleichgewicht, Reinheit und Ruhe“ zu schaffen, „ein Linderungsmittel, das die Seele milde glättet“, so Matisse, setzen die Deutschen auf die Wucht der Erregung.

Den vollständigen Text können Sie in der neuen Ausgabe von GEOEPOCHE EDITION zum Thema "Expressionismus" nachlesen.


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