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Kennedy: GEOEPOCHE-Buchtipps: John F. Kennedy

Weiterführende Literatur zum Thema, für Sie zusammengestellt und bewertet von der GEOEPOCHE-Redaktion


JFK - ALLGEMEIN

Robert Dallek, John F. Kennedy. Ein unvollendetes Leben (Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2. Aufl. 2007), 768 Seiten, 12,95 Euro.

Die jüngste und genaueste Studie. Dem Historiker Dallek geht es um Einordnung und Verständnis, um Hintergründe und darum, eingeschliffene Vorstellungen zurechtzurücken. Niemandem zuvor gewährte der Kennedy-Clan einen solch freien Zugang zu den Akten im Familien-Archiv. Herausgekommen ist eine handliche, gut geschriebene Biografie, die als Summe der Forschung gelten kann, bei der jedoch das englische Original „An Unfinished Life“ der in Details nicht ganz akkuraten deutschen Übersetzung vorzuziehen ist (siehe auch unten „Die Königin von Camelot“).



Andreas Etges, John F. Kennedy (Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2003), 192 Seiten, 10 Euro.

Andreas Etges lehrt nordamerikanische Geschichte am Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin und war Kurator der Ausstellung „John F. Kennedy“ am Deutschen Historischen Museum. Mit diesem Buch ist ihm eine sehr ausgewogene Darstellung gelungen, die uns den Präsidenten in all seinen zahlreichen Facetten zeigt, und zwar so, dass der Leser selbst zwischen Mythos und Wahrheit entscheiden kann, den brillanten Politiker ebenso erlebt wie den schwerkranken Frauenhelden. Ein guter Einstieg in die Welt der Kennedys und ihres berühmtesten Sprosses. Kommentiertes Literatur- und Quellenverzeichnis zum Weiterlesen inklusive.

Georg Schild, John F. Kennedy: Mensch und Mythos (Muster-Schmidt, Göttingen 1997), 144 Seiten, 12 Euro.

Der Historiker Georg Schild befasst sich seit langem mit Studien zur amerikanischen Sozial- und Verfassungsgeschichte, sowie zur Geschichte der US-Außen- und Sicherheitspolitik. Immer wieder hat der Professor am Seminar für Zeitgeschichte der Universität Tübingen dabei auch die Zeiten des Kalten Krieges und speziell die Jahre der Kennedy-Administration untersucht. Mit seiner Biografie des 35. Präsidenten der Vereinigten Staaten ist ihm ein ganz wunderbares Bändchen gelungen. Kurz, sachlich und gut geschrieben zeigt er dem Leser, was wir Heutigen von JFK zu halten haben. Trotz des eher altbackenen Erscheinungsbildes des Buches sehr empfehlenswert.


Yann-Brice Dherbier & Pierre-Henri Verlhac, John Fitzgerald Kennedy. Ein Leben in Bildern (Phaidon, Berlin 2003), 304 Seiten, 39,95 Euro.


 (Foto von: Phaidon)
© Phaidon

Am 20. Januar 1961 zieht seit langem wieder einmal eine Familie mit Kindern in das Weiße Haus ein. Zu diesem Zeitpunkt ist es Jahrzehnte her, dass Kleinkinder dort über die Gänge tobten. Doch Jackie Kennedy ist entsetzt über den Zustand des ehrwürdigen Gebäudes. Gemeinsam mit Kunsthistorikern und Innenarchitekten erarbeitet sie einen Sanierungsplan (1962 wird dieser abgeschlossen sein) und stellt den alten Glanz der Präsidentenresidenz wieder her. Die seit Kindertagen an Erfolg und Reichtum gewöhnten Kennedys wissen um die Macht der Fassade, des schönen Scheins. Kein Präsidentenpaar der Vereinigten Staaten hat die Medien zuvor besser für sich genutzt als „Jack“ und Jackie Kennedy, keines hat sich bewusster inszeniert, wohl keines ist häufiger fotografiert worden. Einige der Aufnahmen, die Yann-Brice Dherbier und Pierre-Henri Verlhac für ihre hervorragende visuelle Biografie JFKs zusammengetragen haben, sind längst zu Stilikonen der frühen 1960er Jahre geworden. Und trotzdem ist es den beiden Herausgebern durch ihre Bildauswahl gelungen, ab und an hinter die schöne Fassade der Kennedy-Welt zu schauen. Chapeau!


DIE FAMILIE - DER CLAN DER SIEGER

Nigel Hamilton, John F. Kennedy. Wilde Jugend. Leben und Tod eines amerikanischen Präsidenten, Bd. 1 (S. Fischer, Frankfurt am Main 1993), 1007 Seiten, antiquarisch ab ca. 15,- Euro, etwa bei www.zvab.com.

Eingehend recherchiert, ausführlich dargestellt, gewürzt mit jener feinen Ironie, die die Angelsachsen als Tongue-in-cheek beschreiben: Zugleich packend und abwägend lässt Hamilton sich ganz auf das Leben seines zweifelhaften, faszinierenden Helden ein. Das perfekte Buch für lange Winterabende – sehr lange. Auf tausend Seiten gelangt der erste Band dieser Biografie bis zu Kennedys Wahl in den Kongress 1946. Band zwei ist nie erschienen.

Peter Collier & David Horowitz, Die Kennedys. Ein amerikanisches Drama (Goldmann, München 1984), 539 Seiten, antiquarisch ab 5 Euro etwa bei www.zvab.com.

Der Klassiker. In plastischen Details und Szenen erzählen Collier und Horowitz das Leben des Kennedy-„Baumeisters“ Joseph P. und seiner „verlorenen Söhne“ – eine fesselnde Geschichte von Geld und Ehrgeiz, Macht, Frauen, Heldentum und Niedertracht. Ein Drama, in der Tat.

Doris Kearns Goodwin, The Fitzgeralds and The Kennedys. An American Saga (St. Martin’s Press, New York 1999), 932 Seiten, ca. 31 Euro.

Die Doppel-Familiengeschichte, detailreich, lebendig, ist zugleich eine Geschichte des irischen Amerika. Eine Mehrfachbiografie über drei Genetrationen, voller kluger Beobachtungen, mit enormem Fleiß recherchiert.


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