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GEO EPOCHE Nr. 50 - 08/11 - Rom - Die Geschichte der Republik › Bestellen - Heft mit DVD vergriffen - › Abonnieren

GEOEPOCHE-Buchtipps: Die Römische Republik

Weiterführende Literatur zum Thema, für Sie zusammengestellt und bewertet von der GEOEPOCHE-Redaktion.


DIE RÖMISCHE REPUBLIK NACHGESCHLAGEN

Martin Jehne, Die Römische Republik. Von der Gründung bis Caesar (Beck'sche Reihe Wissen, München 2. Aufl. 2008), 128 Seiten, 8,95 Euro.

Der Autor lehrt als Professor für Alte Geschichte an der Technischen Universität Dresden und widmet sich seit Langem der Erforschung der Römischen Republik. Entsprechend kenntnisreich und klug fällt daher seine knappe Darstellung jener knapp 500 Jahre aus, in denen Rom sich vom Bauerndorf zum Imperium wandelt. Absolut empfehlenswert.

Jochen Bleicken, Geschichte der Römischen Republik (Oldenbourg, München 6. Aufl. 2004), 340 Seiten, 24,80 Euro.

Oldenbourgs Grundrisse der Geschichte gehören für jeden historisch Interessierten zur Standardausrüstung. Nicht jedem Autor aber gelingt es, dem Prinzip der Reihe - Geschichtsabriss plus Forschungsbericht - Leben zu verleihen. Der Band von Jochen Bleicken ist in dieser Hinsicht hervorzuheben - und erscheint daher zu Recht seit 1980 immer wieder neu. Er ist ein unabdingbarer Wegweiser durch diese faszinierende wie komplizierte Epoche europäischer Geschichte.



Karl-Joachim Hölkeskamp & Elke Stein-Hölkeskamp (Hrsg.), Von Romulus zu Augustus. Große Gestalten der Römischen Republik (C. H. Beck Verlag, München 2000), 394 Seiten, 29,90 Euro.

In 24 Porträts aus der Feder namhafter Althistoriker erzählt dieser Band die Geschichte der Römischen Republik, von den mythischen Anfängen unter den Zwillingen Romulus und Remus, über den fiktiven Lucius Iunius Brutus, bis zu sehr handfesten Persönlichkeiten wie dem Zensor Appius Claudius Caecus, Streiter im Ständekampf wie Bauherr von Via und Aqua Appia, dem sittengestrengen Cato, den Gracchen-Brüdern, Cicero, Catilina, Caesar, Agrippa, Augustus. Zwar sind die Darstellungen von wechselhafter literarischer Qualität, doch die Summe macht dieses Buch zu einem wahren Lesevergnügen, dem zur Abrundung die „Kurzbiografie einer Republik“ aus der Feder des Kölner Althistorikers Karl-Joachim Hölkeskamp vorangestellt ist.


 (Foto von: Philipp von Zabern)
© Philipp von Zabern

Philip Matyszak & Joanne Berry, Who is who im alten Rom (Philipp von Zabern, Mainz 2009), 304 Seiten, 29,90 Euro.

Der Althistoriker Philip Matyszak hat am St. John’s College in Oxford promoviert und ist Autor zahlreicher populärer Werke zur Geschichte der Antike. Mit diesem Band führt er das Konzept der Geschichtsdarstellung über Porträts mythischer und historischer Personen zur absoluten Konsequenz. Die Form des Kurzporträts erlaubt ihm, sich auch Personen zu widmen, über die bis auf wenige Sätze in historischen Quellen nichts bekannt ist, Sklaven und Schauspieler etwa, oder Künstler. Die Berühmtheiten der römischen Politik fehlen in den 100 biografischen Skizzen vom Ziehvater der römischen Zwillinge bis zum letzten weströmischen Kaiser Romulus Augustulus natürlich auch nicht.

Karl-Wilhelm Weeber, Alltag im Alten Rom. Das Stadtleben (Artemis & Winkler, Mannheim 2010), 400 Seiten, 49,90 Euro.

Selten hat sich ein Historiker und Altphilologe so intensiv mit dem Leben des gemeinen Mannes im alten Rom beschäftigt wie Karl-Wilhelm Weeber. Entstanden sind lexikalisch aufgebaute Werke, in denen sich zwischen den Stichworten Abendessen und Zoo alle möglichen wissenswerten Details zum Alltag in der Stadt am Tiber aufspüren lassen. Ergänzend dazu gibt es aus der Feder Weebers den identisch aufgebauten Band „Das Landleben“ (Artemis & Winkler, momentan leider vergriffen) sowie zahlreiche weitere Publikationen, etwa über Luxus und Dekadenz. Gleich welches Buch Sie davon in die Hand bekommen, wenn sie Alltagsleben in der Antike interessiert, schlagen Sie zu.


FRÜHZEIT - Geburt einer Weltmacht

Tim J. Cornell, The Beginnings of Rome. Italy and Rome from the Bronze Age to the Punic Wars, c. 1000-264 BC (Routledge, London 1997), 507 Seiten, ca. 29 Euro.

Rom, eine der bedeutendsten Städte der Antike, hat eine dunkle Vorgeschichte: Über ihre Anfänge ist kaum etwas bekannt. Funde aus der Frühzeit sind rar und umstritten, die Überlieferung ist notorisch unzuverlässig. Der britische Althistoriker Tim Cornell hat sich darangemacht, die oft widersprüchlichen Informationen zu ordnen und zu entwirren. Er diskutiert archäologische Entdeckungen und antike Quellen, rekonstruiert so den Aufstieg Roms von den ersten Gräberresten aus der Zeit um 1000 v. Chr. bis hin zur Eroberung Italiens im 3. vorchristlichen Jahrhundert. Eine gelehrte, aber dennoch lesbare Geschichte des frühen Roms.

Gary Forsythe, A Critical History of Early Rome. From Prehistory to the First Punic War (University of California Press, Berkeley 2006), 400 Seiten, ca. 37 Euro.

Der Ursprung Roms hat auch den US-Geschichtsprofessor Gary Forsythe beschäftigt: Er behandelt denselben Zeitraum wie sein Fachkollege Cornell, doch während dieser eher geneigt ist, der Überlieferung zu trauen, beurteilt Forsythe die antiken Quellen weitaus kritischer. Sein Buch ist neben Cornells "The Beginnings of Rome" das zweite jüngere Standardwerk zur römischen Frühgeschichte.


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