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GEO Magazin Nr. 02/02 Seite 1 von 2


GEO Magazin Nr. 02/02 - Dschingis Khan - Die Karriere eines genialen Tyrannen - Heft vergriffen - › Abonnieren

Dschingis Khan: Vom Steppen-Knirps zum Imperator

Wie er ausgesehen hat, weiß man nicht genau. Doch über das Leben des Dschingis Khan ist manches überliefert. Eine blutige Erfolgsstory.


Um 1162 wird der erst später "Dschingis Khan" geheißene Temüdschin geboren. Als er neun Jahre alt ist, erliegt sein Vater einem Giftanschlag. Durch den Tod ihres Anführers löst sich das Bündnis mehrerer Clans im Nu auf. Temüdschin ist für eine Nachfolge noch zu jung. Das "Gesetz der Steppe" ist das Recht des Stärkeren. Und Temüdschin sowie sein "Clan", der nur noch aus seiner Mutter und deren vier halbwüchsigen Söhnen besteht, sind schwach. Man raubt ihre Pferde, Temüdschin gerät vorübergehend in Gefangenschaft.


Eine Karriere als Krieger

Eine Wende zum Besseren bringt erst seine Verbindung mit Toghrul, dem Khan der Kereiten. Temüdschin unterstellt sich als Vasall und führt mit derartig geschickte und erfolgreiche Feldzüge gegen Merkiten und Tataren, dass selbst die chinesischen Machthaber auf den jungen Häuptling aufmerksam werden und ihm den Titel eines jarhuchi verleihen, eines "Bewachers der westlichen Grenze".

Für Feinde gibt es kein Pardon

Um das Jahr 1200 herum hat sich Temüdschin solchen Kriegsruhm erworben, dass ihm immer mehr Mongolen zuströmen. An seiner Seite zu kämpfen, heißt Beute zu machen: Pferde, Frauen, Sklaven. Unterworfene sind rechtlos. Erheben sie sich gar, wie etwa die Tataren, werden alle männlichen Überlebenden "am Radstift gemessen": Jeder, der die Achse eines Ochsenkarrens überragt, wird geköpft. Der Rest, Frauen und Kinder, versklavt.

Angriffe aus dem Hinterhalt

Ähnlich rücksichtslos ist die Kampftaktik der Mongolen. Meist überfallen sie ihre Opfer bei Nacht. Es gilt nicht als ehrlos, einen Wächter hinterrücks zu erstechen. Die Mongolen haben auch keine Skrupel, ihre Gegner in eine Falle zu locken oder sie mit drei- und vierfacher Übermacht zu erdrücken. Und wer so naiv ist, sich von den Mongolen zum Versöhnungsmahl einladen zu lassen, der darf sich nicht wundern, dass er bei dieser Gelegenheit sogleich gemeuchelt wird.


So soll Dschingis Khan in seinen Sechzigern ausgesehen haben. Portrait eines chinesischen Malers auf Seide (Foto von: Empires Beyond the Great Wall, The Heritage of Ghenghis Khan)
© Empires Beyond the Great Wall, The Heritage of Ghenghis Khan
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So soll Dschingis Khan in seinen Sechzigern ausgesehen haben. Portrait eines chinesischen Malers auf Seide

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