Inhalte des Heftes:
Bestellen oder abonnieren
Inhaltsverzeichnis
Aufbruch zu neuen Horizonten
Fast 300 Jahre lang fürchtet das Abendland die Wikinger: skandinavische Seefahrer, die um 790 n. Chr. beginnen, Klöster auf den Britischen Inseln und im Frankenreich zu überfallen. Die Plünderer verheeren Städte und erobern ganze Landstriche, ermorden oder versklaven ihre Opfer. Gleichzeitig aber erschließen die Nordmänner als Kaufleute weitgehend friedlich ein Handelsnetz, das vom Nordkap bis in den Nahen Osten reicht und durchmessen, getrieben von Abenteuerlust und der Hoffnung auf ein besseres Leben, bei wagemutigen Entdeckungsfahrten den Nordatlantik
In der Welt der nordischen Krieger
Auf der Suche nach Ruhm und Reichtum verlassen ab etwa 790 n. Chr. Bauern und Fischer, Krieger und Häuptlinge ihre skandinavische Heimat und raffen auf Raubfahrten Schätze aus den Klöstern Westeuropas zusammen, erschließen als Händler die Weiten Russlands, besiedeln Inseln im Nordatlantik. Steinerne Monumente, Gräber und die Überreste mächtiger Festungen zeugen noch heute von jener Ära, in der die Wikinger die Meere des Nordens beherrschten
Wie eine Strafe Gottes erscheinen ab dem Jahr 793 die Drachenschiffe der nordischen Seefahrer an den Küsten Europas
Herrscher über Wind und Wellen
Im 9. Jahrhundert steigen die Wikinger zur größten Seemacht Europas
auf vor allem dank ihrer Schiffe: schnellen, leichten Seglern, die sich
auch rudern lassen und so flach im Wasser liegen, dass die Mannschaften
sie auf Strände setzen und mit ihnen Flüsse hinauffahren können
Der Häuptling von Borg hat in seine Halle geladen, damit die Männer der Lofoten zu Ehren ihrer Götter mit ihm essen, trinken und feiern
Drachenboote vor Paris
879 landet eine
gewaltige dänische Flotte
an der Küste des Frankenreiches.
Plündernd und
mordend dringen die Krieger
in den Jahren darauf ins
Landesinnere
vor bis sie
die Mauern von Paris
erreichen. Um die mitten in
der Seine gelegene Stadt
entbrennt ein monatelanger
Kampf: Denn fällt Paris,
steht den Wikingern der Weg
ins reiche Herzland offen
Kurs auf Gibraltar und Italien
Lange verheeren die Wikinger vor allem Westeuropa. Doch 859 segelt eine Flotte in Richtung Spanien. Und bald fürchten auch die Völker im Orient die Skandinavier
Kein Ort in Skandinavien ist reicher, kein Hafen größer: 300 Jahre lang beherrschen die Bewohner von Haithabu in Südjütland den Handel zwischen Nord- und Ostsee
Vom Nordkap bis in den Orient
Von Hafenstädten wie Kaupang, Birka und Haithabu aus fahren skandinavische Kaufleute in etliche Regionen der bekannten Welt. Einige gelangen auf Kamelen sogar bis Bagdad
Die Siedler der Eisinsel
Kein König herrscht auf
Island, und kein Fürst wacht
über die Ordnung. Die Wikinger,
die ab 870 die Insel besiedeln,
geben sich ihre eigenen Gesetze
und regieren sich selbst in
ihren Thingen, den Volksversammlungen.
Im Jahr 978
soll eines dieser regionalen
Treffen die mörderische Fehde
zweier Bauern schlichten
Dynastie der Seeräuber
Seit Jahren verheeren skandinavische Horden das Seinetal. Bis der König des
Westfränkischen Reiches einem Anführer der Plünderer das Territorium
um die
Strommündung überlässt die Keimzelle des späteren Herzogtums Normandie
Das Erbe der Eroberer
Ab 800 unterwerfen die Wikinger größere Landstriche, gründen Reiche an der Wolga und am Ärmelkanal, in Irland und England. Und besiedeln Küsten, die kein Europäer je betreten hat
Ab etwa 870 besiedeln die Wikinger erst Island, dann Grönland. Im Jahr 1001 entdeckt Kapitän Leif Eriksson eine Küste, die er Vinland nennt: Amerika
Im Dienst des Kaisers
Als der Herrscher von Byzanz um
988 gegen einen Rivalen unterzugehen droht,
rekrutiert er 6000 für ihre Kampfkraft
gerühmte Skandinavier. Fern der Heimat, in einer
fremden Welt, werden einige der Nordmänner
bald darauf sogar in die Leibwache des Regenten
aufgenommen. Als "Warägergarde"
helfen sie fortan, die Macht des Byzantinischen
Reiches zu sichern
Der letzte Wikinger
Seit frühester Zeit hat er Krieg geführt, hat an den meisten Fronten der bekannten Welt gekämpft. Auf dem Höhepunkt seiner Macht, als gefürchteter Wikingerkönig von Norwegen, entschließt sich Harald der Harte zu einem weiteren ehrgeizigen Feldzug: Er will England erobern
Das Zeitalter der Nordmänner
Bauern, die zur See kämpfen; Piraten, die Staaten gründen; Häuptlinge, die Schutzgeld erpressen:
Mehr als 250 Jahre lang geißeln die Wikinger aus Skandinavien Europa. Und prägen es
In seiner nächsten Ausgabe erzählt GEOEPOCHE die Geschichte des römischen Kaiserreichs (27 v. Chr. - 476 n. Chr.). Das Heft erscheint am 18. April 2012