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Spitzbergen, eisige Insel

Die Winter in Spitzbergen sind weiß, kalt – und lang. Ein deutscher Logistiker versorgt einsame Forscher, Trapper und andere Sonderlinge. Die "360° - GEO Reportage" am Samstag (30. Januar) um 19.30 Uhr und am Sonntag (7. Februar) um 14 Uhr



 © Medienkontor

Das russische Expeditionsschiff "Schukalski" liegt im Adventsfjord auf Reede und wird mit einem Speedboot der Hafenmeisterei von Port-Longyear angefahren. Gäste auf dem Boot sind neue Besatzungsmitglieder und ein Hafenlotse, die die Crew der "Schukalski" vervollständigen werden (Foto von: MedienKontor)
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Das russische Expeditionsschiff "Schukalski" liegt im Adventsfjord auf Reede und wird mit einem Speedboot der Hafenmeisterei von Port-Longyear angefahren. Gäste auf dem Boot sind neue Besatzungsmitglieder und ein Hafenlotse, die die Crew der "Schukalski" vervollständigen werden

Ein Film von Lutz Neumann

Der arktische Herbst ist kurz. Bereits Ende September bereiten sich die Bewohner Spitzbergens auf den langen, dunklen Winter vor. Wer kann, verlässt jetzt die Inseln. Eine kleine Gruppe von Menschen bleibt jedoch. Es sind vor allem Studenten, Wissenschaftler und Logistiker: Zu ihnen gehört Rupert Krapp. Seit Ende der 1990er Jahre lebt er in Longyearbyen, dem größten Ort auf der Hauptinsel. Von hier aus beliefert er all jene, die in einsamen Stationen und auf Forschungsschiffen versorgt werden müssen.

Abende wie dieser, an denen er Freunde treffen und gemeinsam kochen kann, sind während der geschäftigen Sommermonate selten in Rupert Krapps Alltag. Zwischen Mai und Ende September versorgt der Logistiker Kreuzfahrtschiffe, Transportfrachter der Kohleindustrie, Forschungsstationen oder Feriencamps. Denn wer auf Spitzbergen lebt, hat immer einen Auftrag und muss seine kostbare Zeit zum Arbeiten, zum Studieren oder Forschen nutzen. Erst im Winter rücken die wenigen Bewohner, die auf der Hauptinsel bleiben, zusammen. Einer von Rupert Krapps Gästen, der es schon sechs Jahre auf Spitzbergen aushält, ist der Geologe Malte Jochmann. Im Auftrag eines norwegischen Konzerns untersucht er die reichen Kohlevorkommen der Inselgruppe. In diesem Herbst macht der Münchner in einem Flöz Hunderte Meter unter der Erde einen besonderen Fund: Er entdeckte Fußabdrücke eines Dinosauriers. An zwei freien Tagen zieht es Malte Jochmann hinaus in die Weite der arktischen Tundra. Zusammen mit seiner Freundin geht er auf Rentierjagd - ein Privileg, das auf Spitzbergen jedem Einwohner nach einigen Jahren zugestanden wird. Es ist vielleicht ihre letzte Chance in diesem Jahr, bevor sich die "Kalte Küste" – wie die Norweger die Inselgruppe nennen - in eine menschenfeindliche Gegend verwandelt.

360° - GEO Reportage hat den Deutschen auf seinen Touren durch die raue Landschaft und malerischen Fjorde Spitzbergens begleitet.


Fact Sheet: Spitzbergen

  • Die Inselgruppe Spitzbergen gehört zum Verwaltungsterritorium Norwegens
  • Auf der über 60.000 Quadratkilometer großen Landfläche leben nur knapp 3000 Menschen (Stand 2007)
  • Bewohnbar ist der Archipel nördlich des Polarkreises nur dank eines Ausläufers des Golfstroms, der für die verhältnismäßig milden Winter verantwortlich ist
  • Von November bis Mitte Februar herrscht Polarnacht in Spitzbergen; Von bis Anfang September scheint die Mitternachtssonne unermüdlich auf die Inselgruppe
  • Die norwegische Siedlung Longyearbyen wurde 1906 für Bergarbeiter, die aufgrund der großen Kohlevorkommen auf die Hauptinsel Spitzbergens kamen, errichtet. Heute leben dort in etwa 2000 Menschen
  • Gebäude und andere Relikte aus der Zeit vor 1945 gelten auf Spitzbergen bereits als historisch und werden geschützt


Arte Programm
  • › www.arte.tv

    Mit weiteren Informationen zu GEO-Filmen (Links, Buchtipps, Video-Kurzfassung u.a.)

Wiederholungen:
sonntags um 14 Uhr


31. Januar: Eritrea - Ein Esel für die Zukunft
7. Februar: Spitzbergen, eisige Insel
14. Februar: Hawaii, Beachboys auf Patrouille
21. Februar: Dagestan - Land über den Wolken
28. Februar: SOS in den Rocky Mountains


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