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Peru - Delfine in Gefahr

Artenretter: Um die Delfine in Peru vor dem Aussterben zu bewahren, kämpft ein deutscher Biologe mithilfe der Polizei gegen den Handel mit dem Fleisch der Tiere – und unterstützt Einheimische bei einem Tourismus-Projekt


Obwohl die Delfine in Peru seit 1996 dank einer Initiative unter Schutz stehen, werden jedes Jahr bis zu 3000 Tiere alleine für den Verzehr getötet und auf dem Schwarzmarkt verkauft (Foto von: MedienKontor)
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Obwohl die Delfine in Peru seit 1996 dank einer Initiative unter Schutz stehen, werden jedes Jahr bis zu 3000 Tiere alleine für den Verzehr getötet und auf dem Schwarzmarkt verkauft

Ein Film von Uli Pförtner

Perus Delfine sind gefährdet! Das gilt nicht nur für die Meeresdelfine, sondern auch für die äußerst seltenen rosa Flussdelfine der Regenwaldregionen. Trotz offiziellem Fangverbot werden in Peru nach Schätzungen der peruanischen Umweltorganisation "Mundo Azul" jährlich mindestens 20.000 Meeresdelfine getötet - zum menschlichen Verzehr als auch als Fischköder. Für die Fischer eine dringend benötigte Einnahmequelle. Dass lebende Delfine allerdings noch viel mehr Geld einbringen könnten, wollen der deutsche Biologe Stefan Austermühle und seine peruanische Frau Nina Pardo beweisen. Sie propagieren Delfin-Tourismus statt Delfin-Fang.

Nach wochenlanger Recherche mit versteckter Kamera gelingt endlich die Razzia auf dem Fischmarkt von Callao, einer Hafenstadt nahe Lima – geleitet von Major Juan Torres. Eine gefährlicher Einsatz für die Polizei-Beamten, wie auch für die Mitarbeiter von "Mundo Azul". Dass die Polizei beim Aufspüren von illegalem Tierhandel mit der NGO zusammenarbeitet, ist nicht selbstverständlich. Angesichts der extremen Armut und der latenten Gewaltbereitschaft in Peru war für die meisten Verantwortlichen der Polizei billiges Delfinfleisch auf dem Schwarzmarkt in der Vergangenheit kein ernstzunehmendes Verbrechen. Bei der Razzia finden die Polizei-Beamten kiloweise illegales Delfinfleisch. Doch Mundo Azul macht noch mehr – regelmäßig forscht Stefan Austermühle auch an Delfinen in freier Natur. Er fotografiert sie, um ihren Bestand zahlenmäßig benennen zu können. Er will beweisen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Überfischung der Meere, der Umweltverschmutzung und dem Rückgang der Delfinbestände gibt. Gleiches hat er auch im Amazonasgebiet vor, in das er zusammen mit seiner Frau Nina und der kleinen Tochter reist. Am Pazifik trägt eines der Projekte von Mundo Azuls erste Früchte: einige Fischer fahren zum ersten Mal mit ihren Booten Touristen zu den Delfinen hinaus, statt Jagd auf sie zu machen. Werden sie damit Erfolg haben?

Von der Pazifik-Küste bis in das wenig bekannte peruanische Amazonas-Becken begleitet "360° - GEO Reportage" Stefan Austermühle und Nina Pardo bei diesem schwierigen Unterfangen.





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