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Ernstfall Erdbeben

Nach einem Erdbeben in der Türkei suchen Experten des THW nach Überlebenden - mit Hunden und High Tech


 (Foto von: MedienKontor)
© MedienKontor
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Ein Anruf um halb sechs Uhr morgens, verschlafen greift Peter Schäfer zum Hörer: "Im Westen der Türkei gab es heute Nacht ein starkes Erdbeben - du musst sofort kommen." Überall in Deutschland werden die freiwilligen Helfer des Technischen Hilfswerks auf diese Weise aus dem Schlaf gerissen. Sie gehören einer Einsatzeinheit an, die Rettungsdienst bei Naturkatastrophen leistet.

Die Helfer der SEEBA (Schnelleinsatzeinheit für Bergungseinsätze im Ausland) sind jederzeit einsatzbereit, denn im Katastrophenfall ist jede Minute wichtig. Innerhalb von sechs Stunden können sie mit bis zu 20 Tonnen Ausrüstung das Land verlassen. Familie oder Beruf rutschen dabei an zweite Stelle. In der Türkei angekommen, beginnt das Team sofort mit seiner Arbeit: der Rettung von Menschenleben. Die Retter wissen genau, wie Häuser einstürzen können und an welcher Stelle am ehesten noch Überlebende zu finden sind. Leicht ist diese Aufgabe nicht, denn von einem fünfstöckigen Gebäude bleibt oftmals nur noch ein dreieinhalb Meter hoher Schutthaufen.

In einer solchen Situation kommen Suchhunde zum Einsatz, denn mit ihrer sensiblen Nase finden sie als erste Zeichen von Leben unter den Trümmern. Ist dann ein Überlebender lokalisiert worden, gilt es, ihn mit Hilfe modernster Technik möglichst schnell und vorsichtig zu befreien. Trotzdem brauchen 12 Leute zusammen durchschnittlich 6 Stunden, um einen einzigen Menschen zu bergen. Die Helfer überstehen solche Aktionen nicht ohne Spuren. Viele von ihnen leiden unter akuten Stresssymptomen und versuchen später in Therapiesitzungen, ihre Erfahrungen zu bewältigen.

"360° - Die GEO-Reportage" rekonstruiert den Einsatz der Katastrophenhelfer in der Türkei und zeigt, wie sich die Männer und Frauen der SEEBA im Training auf den "Ernstfall Erdbeben" vorbereiten.





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