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Die einsamen Mönche von Oelenberg

Den Mönchen im elsässischen Trappisten-Kloster Oelenburg fehlt es an Nachwuchs. Ein frisch eingetroffener Novize ist ihre große Hoffnung. Wird sich der junge Mann auf das entbehrungsreiche Leben hinter den Klostermauern einlassen?


Die Abtei von Notre-Dame d´Oelenberg, im Süden des Elsass, wurde 1046 gestiftet (Foto von: MedienKontor)
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Die Abtei von Notre-Dame d´Oelenberg, im Süden des Elsass, wurde 1046 gestiftet

Ein Film von Jean-Luc Nachbauer

Im südlichen Elsass sind die Trappistenmönchen im Jahre 1825 in das Kloster Oelenberg eingezogen. Seitdem verläuft das Leben hier nach den gleichen strengen Regeln des heiligen Benedikt. Ora et labora, Beten und Arbeiten – so lautet der Grundsatz für diese Benediktinermönche. Ende des 19. Jahrhunderts gehörten über 200 Geistliche der Abtei von Oelenberg an. Heute sind sie nur noch 14.

Das Kloster Oelenberg ist eine der 60 letzten Zisterzensier-Abteien, die noch auf französischem Boden betrieben werden. Bruder Dominique-Marie ist hier seit 9 Jahren Ordensmitglied. Er ist der Novizenmeister der kleinen Gemeinschaft, also zuständig für die Ausbildung des Nachwuchses. Doch seit mehreren Jahren schon bleibt das Noviziat leer. Neue Mönche gibt es nicht.

Zunehmend wird es schwieriger, die anstehende Arbeit erledigen zu können. Denn die 14 Mönche von Oelenberg müssen die riesigen Gebäude in Ordnung halten, und die zugehörigen 100 Hektar Acker, Wiesen, Wald und Gartenflächen bewirtschaften. Auch eine dem Kloster angeschlossene Mühle und ein Verkaufsladen gehören zu den Geschäftsfeldern der Abtei. Um die Einnahmen daraus sichern zu können, haben die Glaubensbrüder nach und nach ordensfremde Mitarbeiter eingestellt, die das Nötigste erledigen helfen. Zwar bezieht das Kloster für deren Löhne ausreichend Umsatz, aber die Abtei ist mehr als ein Wirtschaftsbetrieb.

Dominique-Marie und seine Brüder stehen vor der riesigen Herausforderung, die mehr als 900 Jahre alte Ordenstradition weiter in die Zukunft zu tragen. Ohne Novizen könnte die Abtei Oelenberg bald schon vor dem Ende stehen. Wie aber neue Ordensbrüder gewinnen?

Die Mönche haben einen Flügel der Abtei für Gäste reserviert. Jedes Jahr gibt es fast 1000 Pilger oder einfache Besucher, die zu einem Aufenthalt nach Oelenberg kommen. Schon kurz vor dem Weihnachtsfest erhalten die Klostermönche ihr größtes Geschenk: Der 18-jährige Gaël ist zur Probe für ein paar Wochen dem Orden beigetreten. Wird er sich aber fest für ein Leben als Mönch entscheiden?

"360° - GEO Reportage" hatte Zugang zu der verschlossenen Welt hinter den Klostermauern und begleitet die Mönche ein Jahr lang in ihrem Alltag.





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Kommentare zu "Die einsamen Mönche von Oelenberg "

M. Marschall | 12.02.2014 19:04

Es wäre schön, wenn der Film auch in der deutschen Fassung bald noch einmal zu sehen sein könnte.
Die Mönche wirken auf mich ehrlich und sympathisch, und es scheint Ihnen ein echtes Anliegen zusein in tiefer Verbundenheit mit Gott zu leben. Der Film ist unaufdringlich und mit Einfühlungsvermögen gemacht.
Die Webseite der Gemeinschaft ist ebenfalls ganz gut und informativ! Beitrag melden!

H. Kroth | 07.04.2009 07:52

Es wäre großartig, wenn Sie wieder Nachwuchs hätten mit echter bleibender Begeisterung, mit tapferer Disziplin, mit gläubiger Bereitschaft zum gemeinsamen demütigen Leben, mit Mut und Kraft zur körperlichen Arbeit und mit frommer Hingabe an den Gottesdienst "nihil operi Dei praeponatur". Nicht ist dringlicher in der kapitalistisch degenerierten Welt als solches Vorbild secundum Ordinem et regulam. Wetteifern Sie in der Sille mit den großen gutbevölkerten Abteien Europas. Fiat! Fiat! Beitrag melden!


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