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Chicagos Stahlmänner

Bauen zwischen Stahl und Staub: In Chicago montieren 1400 Arbeiter in nur fünf Monaten den größten Hochofen der USA erst ab und anschließend wieder auf - ein Puzzlespiel gigantischen Ausmaßes


In Chicago ragt der größte Hochofen der USA auf. 1400 amerikanische Arbeiter wollen in knapp fünf Monaten den Wiederaufbau bewältigen. (Foto von: MedienKontor)
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In Chicago ragt der größte Hochofen der USA auf. 1400 amerikanische Arbeiter wollen in knapp fünf Monaten den Wiederaufbau bewältigen.

Ein Film von Gerd Herren

In Chicago, südlich des Michigansees, ragt der größte Hochofen der USA auf. Offensichtlich sind seine Tage gezählt: Es wird höchste Zeit, ihn zu demontieren und neu aufzubauen. Er stellt inzwischen eine Gefahr dar und hat im Jahr 2005 zwei weitere Opfer gefordert. 1400 amerikanische Arbeiter wollen in knapp fünf Monaten - in einer absoluten Rekordzeit - den Wiederaufbau des Ofens bewältigen. Unter der Führung und mit dem technischen Know-how einer belgischen Ingenieursfirma, die die größten Kräne der Welt einsetzt. Diese können bis zu 1200 Tonnen heben.

Eisen und Stahl stellen den wirtschaftlichen Motor der gesamten Region der Großen Seen entlang der Grenze zwischen den USA und Kanada dar. Gigantische Hochöfen bilden das erste Glied in der Kette der Stahlherstellung. In ihnen werden Eisenerz aus der Region und Kohle verarbeitet. Jeder Hochofen hat eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren und muss dann vollständig erneuert werden. Die Reportage verfolgt die Arbeiten vom Abbau des alten Riesen bis zum Wiederaufbau des komplett am Boden vormontierten neuen Hochofens. Dieser wird millimetergenau wie ein Riesenpuzzle zusammengesetzt. Die Arbeitsbedingungen gleichen einem Inferno. Überall herrschen Lärm und Staub sowie unerträgliche Temperaturen. Das Thermometer zeigt gegen Ende des Sommers 38 Grad Celsius, bei Abschluss der Bauarbeiten im Winter sind es 25 Grad unter Null. Doch während der Aufbauarbeiten stehen sich zwei Welten gegenüber. Auf der einen Seite die "Unions", amerikanische Gewerkschaften, die die Welt der Metallverarbeitung beherrschen, auf der anderen Seite die europäischen Ingenieure, die dafür sorgen müssen, dass der äußerst eng gesteckte Zeitplan eingehalten wird. Jeder Tag, an dem der Hochofen nicht in Betrieb ist, bedeutet einen Verlust von 1,5 Millionen Euro.

"360° - Geo Reportage" zeigt, was hinter den Kulissen dieser gigantischen Baustelle vor sich geht.





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