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Portfolio: Andrea Künzig
Zehn Jahre bereiste die Berliner Fotografin die Palästinesergebiete. Und dokumentierte den Alltag von Israelis und Arabern - ein Leben voller Gewalt und Ungerechtigkeit
Aus dem Vorlesungssaal in die Wirklichkeit
Die Geschichte des Nahost-Konflikts hatte Andrea Künzig in ihrem Politik-Studium kennen gelernt. Doch nun wollte sie vor Ort die Praxis erleben. Erfahren, was es bedeutet, täglich mit Hass und Gewalt zu leben. Also nahm sie sich eine Wohnung in Jerusalem und bereiste zehn Jahre lang, von 1994 bis 2004, den Nahen Osten. Ihre Bilder dokumentieren nicht nur den palästinensisch-israelischen Alltag, sondern sind auch eine Anklage gegen die Ungerechtigkeit und gegen die unmenschlichen Verhältnisse, in denen die Menschen, etwa im Gaza-Streifen, leben müssen. Eine Anklage auch gegen die Gewalt, die immer wieder neue Gewalt provoziert.
Bei ihrer Arbeit musste Andrea Künzig nicht nur aufpassen, dass sie bei gewaltsamen Zusammenstößen, Raketenangriffen oder Sprengstoff-Anschlägen nicht zu Schaden kam. Sie musste auch mit viel Feingefühl und Respekt an die Menschen herangehen, die sie fotografieren wollte. Denn Ehrgefühl und Religiosität sind bei Israelis wie bei Palästinensern leicht verletzt.
» Zur Person: Die Fotografin Andrea Künzig
Visions : Palestine
Kehrer Verlag, 2004Kartoniert, 104 S.mit einem Essay von Udo SteinbachISBN 393663607-9




















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