Der Stein (Wolfreiter, 22.12.2005)

Ich stehe einfach nur dort

der Wind bläst mir ins Gesicht

Ich sehe hinaus auf die Wellen

schäumende Gischt

von Wasserkronen

Benetzt meine Lider

in meiner Hand lag ein Stein

Ich werfe ihn auf und nieder

er ist glatt, kalt und schwer

Angenehm auf meiner Haut

nun werfe ich ihn nicht mehr

Sondern ich sehe hinaus

wo die Wellen Schaumkronen tragen

Und der Wind das Wasser peitscht

ich wage nicht, zu fragen

Ob ich den Stein fortschleudern soll

wieder hebe ich ihn

Und hole weit aus

werfe ihn voller Kraft

ins Meer hinaus

Wo der Wind stärker wird

und der Stein versinkt

Immer tiefer und tiefer

bis endlich, in dunklester Schwärze

Fernab der Ufer

er auf dem Boden ruht

Und ich mich umdrehe

ein letztes Mal sehe ich zurück

Bevor ich gehe

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