Das wahre Leben (Pantalaimon 29.05.2007)

Ich liege einfach nur da. Auf meinem Rücken. Ich liege einfach nur da, im Gras, blicke in den Himmel. Der Himmel ist tiefblau, zur Sonne hin wird er immer heller. Ein einzelnes weißes Wölkchen zieht langsam über mein Blickfeld.

Meine Gedanken sind unordentlich. Mal hier, mal da. Meine Gedanken. Sie ziehen in meinem Kopf vorüber wie die kleine Wolke über den blauen Himmel. Unter mir spüre ich das Gras. Das saftige, grüne Gras. Ich spüre es an meinen nackten Armen. Die Halme Kitzeln mich sanft.

Ich liege einfach nur da, sehe den blauen Himmel und spüre das grüne Gras. Auf der Wiese, auf der ich liege, sind ganz viele Blumen. Sie sind rot und blau und gelb und – einfach bunt. Bunte Blumen auf der grünen Wiese. Und die bunten Blumen riechen. Sie duften. In tausend verschiedenen Gerüchen. Das ist das Parfum der Natur. Ein wunderbares Parfum.

In der Nähe von der Wiese steht ein Wald. In dem Wald leben Tiere. Viele Tiere. Ganz viele Tiere. Hirsche und Kaninchen und Igel und noch so ganz kleine Tiere wie Ameisen und Käfer. Und Vögel. Vögel leben in dem Wald auch. Die Vögel singen, jeder sein eigenes Lied. Und ich darf all diese Lieder hören. Zusammen ergeben die Lieder eine ganz besondere Melodie. Mit einem ganz eigenen Metrum und einem ganz eigenen Rhythmus. Und dieses Metrum und dieser Rhythmus geben das Leben hier an. Das Leben in der Natur.

So unbeschwert, so unabhängig. Jeder lebt für sich und alle leben zusammen. Und sie helfen einander und sind gleichzeitig Feinde. Ich liege einfach nur da, sehe den blauen Himmel, spüre das grüne Gras, rieche die bunten Blumen und höre den Gesang der Vögel.

Und ich lebe das wahre Leben.

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