Glück, Mitleid für andere (Tannie 31.07.2007)

Sie stand langsam auf und schaute über den See. In der Ferne konnte sie das Ufer erblicken. Die Abendsonne wärmte ihre Haut. Tief atmete sie ein und wieder aus. Und lächelte.

Konnte man glücklicher sein? Sie war gut in der Schule, hatte wahre Freunde, ihr Schwarm liebte sie, zu Hause gab es keinen Ärger. Sie hatte etwas zu essen, ein Dach über den Kopf… Kurz: Alles war perfekt.

Sie genoss die sanfte Brise, die ihr entgegenwehte und setzte sich wieder auf das weiche Gras.

Dann kam ihr auf einmal ein Gedanke und sie dachte nach. Worüber? Über die armen Leute, deren Leben nicht so perfekt war, wie ihres. Leute, die sich ein Bett aus Pappkartons basteln, sich allein durch die Menge schlagen und hungern müssen. Über Leute, die meistens nicht einmal Liebe und Wärme spüren, dachte sie nach.

Die Sonne ging unter und das Mädchen stand nachdenklich auf. "Warum bin ich nur so egoistisch? Was bringt mir mein Glück? Bin ich denn blind und sehe nicht die armen Leute, die auf Hilfe warten und es nicht alleine schaffen?"

Sie drehte sich um und ging nach Hause.

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