Neulich an der Ostsee (Annika Brätz 02.07.2008)

Ausnahmsweise veröffentlichen wir hier ein Gedicht, das nicht aus dem Forum "Von mir - für euch" kommt, sondern uns in einem Brief geschickt wurde. Die 10-jährige Autorin Annika hat sich mit dem Gedicht und seiner Gestaltung so viel Mühe gemacht, dass wir ihr auf diesem Weg eine kleine Freude machen wollen.

An der Ostsee neulich roch es plötzlich ganz abscheulich. Ich zog die Angel aus dem Wasser,

da wurde ich immer blasser:

Fische trieben heran und ich sah sie mir genauer an. Plötzlich war ich erschreckt,

denn sie waren alle total verdreckt.

Einen von ihnen zog ich heraus –

oh Graus. Er stank wie die Pest

und Öl klebte an meinen Fingern fest. Schnell warf ich ihn wieder zurück. Welch ein Unglück. So etwas hatte ich noch nie gesehen,

doch wie war es geschehen? Zu Hause surfte ich im Internet

und die Ausbeute war auch recht fett. Dort war ein Artikel von einem Fischcasino und einer von GEOlino. Ich wählte den zweiten,

denn GEOlino wird mich immer begleiten.

Dann drückte ich auf "Start",

der Computer hatte eine Antwort parat.

Die Suche war schnell beendet,

und ich war ganz schön geblendet.

Dort war ein schlimmes Bild,

schrecklich und wild. Es zeigte verrostete Brillen und ganz viele Anti-Baby-Pillen. Dies alles in einem Aquarium und ich sah mich mal genauer um:

Das alles war Menschendreck und die Fische waren gänzlich weg! Darunter stand etwas geschrieben:

"Das ist von unserem Müll geblieben." Schnell machte ich den Computer aus und rannte aus dem Haus.

Ein auffälliges Plakat hängte ich an jede Wand, so dass jeder die wichtigste Botschaft verstand. "Dreck gehört in die Müllabfuhr,

denn nur so bleibt uns die Natur."

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