Ein Junge wie viele Andere (asil 03.11.2008)

"Was hast du hier zu suchen Junge?, geh nach Hause, du erkältest dich sonst" sagte die Frau die aus dem großen Haus trat, zu dem kleinen Jungen mit den traurigen Augen, der vor ihrer Tür stand und sie anschaute. Das Haus vor dem er stand lag in dem Stadtviertel in dem die Bonzen lebten. Der Junge wusste nicht was Bonzen waren nur das sein Vater immer schimpfte, über sie. Wenn er wütend war sagte er das Wort ganz oft hinter einander und ziemlich laut so das sich der Junge immer die Ohren zu hielt. Bonzen mussten etwas schlimmes sein, dachte er und spielte an seiner nassen Jacke. Er sah wieder die Frau an, die an ihm vorbei lief, mit seinen nassen Haaren, aus denen es auf sein kleines, rundes Gesicht tropfte und den großen traurigen, wasserblauen Augen sah er sie an. Sie hatte rotes sehr schönes Haar und so rote Lippen wie er sie noch nie gesehen hatte. Sie trug sehr hohe Schuhe fand der Junge und hatte einen Korb in der Hand. "Ich muss einkaufen ich habe keine Zeit" sagte die Frau hastig, schaute auf den kleinen Jungen herab und schüttelte den Kopf, trotz ihrer verwunderung über den kleinen huschte ein Lächeln über ihre Lippen. Als sie ein Stück den Fußgängerweg entlang gelaufen war und ihren großen schwarzen Schirm aufgespannte hatte um nicht nass zu werden, drehte sie sich noch einmal um. "Was ist denn mit dir los, hörst du schlecht kleiner, geh nach Hause" sagte sie energisch und doch in einem Tonfall der dem Jungen sehr gefiel. Er wischte sich mit seinem verschnuppelten Jackenärmel die Nase und starrte der Frau hinter her. Seine Mutter trug nie hohe Schuhe und sie hatte auch nicht so schöne Haare, aber sie roch nach seiner Mutter, ob diese Frau auch nach Mutter roch? er wusste es nicht. Sie hat gesagt ich soll gehen, dachte er, sie weis nicht das ich nicht gehen kann denn Zuhause ist niemand nur Abends kommt die Mama und vielleicht der Papa. In der Wohnung ist es kalt weil wir den Srom nicht zahle können, weil meine Mama nicht genug Geld verdient. Jetzt hat der Vermieter den Strom abgestellt. Er blickte an sich herunter und hielt seine kleinen Hände auf seinen Bauch in die Gegend wo das grummelnde, knurrende Geräusch her kam und dieses Geräusch das wusste er nur zu gut würde bald zu einem beißenden Schmerz werden. Er schniefte heftig mit der Nase und wante sich zum gehen. Wenn er doch schon groß währe, dann könnte er der Mama besser helfen, aber so konnte er gerademal das Geschirr spühlen,und die Wäsche aufhängen und er konnte auch schon Nudeln machen. Aber manchmal hatten sie nicht einmal Nudeln im Haus dann mussten sie immer warten, bis die Mama Geld auf dem Konto hatte und das dauerte immer ziemlich lange. Wenn das Geld dann da war gingen sie immer gleich einkaufen und er erinnerte sich das sie dann immer gleich etwas kochten. Langsam lief der Junge den Bürgersteig hinunter und schaute sich noch einmal nach dem Haus um. In der Schule hatte er heute Ärger gehabt und seine Mutter sollte kommen, da hatte er dem Leher gesagt das sie ja gar nicht kommen konnte weil sie jetzt viel mehr arbeitete als sonst, weil ja bald Weihnachten währe. "Und der Papa?" hatte der Lehrer gefragt. "Der Papa ist nicht da" hatte er nur gesagt und trotzig aus seinen kleinen Augen auf den Boden gestarrt. Viele der andern Kinder hatten gelacht als er das gesagt hatte, aber sie lachten immer weil er nie etwas neues zum Anziehen oder neue Spielsachen hatte. Letztes Jahr zu Weihnachten hatte er eine kleine Spardose bekommen, in die er nun alles Geld, was nur iregendwoher bekam einsteckte und dann wollte er, wenn er genug hatte, Mama etwas kaufen etwas schickes zum Anziehen, sowie die Frau die in dem großen Haus lebte würde sie dann aussehen. Ja das würde er machen. Auf seinem Gesicht erschien ein Lächeln obwohl es klitschnass war. Er begann zu Hüpfen, so wie kleine Kinder hüpfen wenn sie sich freuen. und in jede Pfütze sprang er mit einem riesen großen Satz, so dass das Wasser nach links und rechts spritzte.

Die Frau packte das Essen in ihren Koorb, und starrte auf den Betrag der auf dem Kassenschild erschien als der Kassierer fertig war. Der kleine Junge ging ihr nicht aus dem Kopf. Er hatte sie aus seinen großen, traurigen Augen angesehen als hätte ihn alles Glück der Welt verlassen. Wo er wohl wohnte. Noch nie hatte sie bei ihren eigenen Kindern so traurige Gesichter gesehen. Vielleicht hätte sie ihn mit ins Haus nehmen sollen. Nein er wird schon wieder nach Hause gegangen sein und dort wartet sicher seine Mutter auf ihn, sie musste Einkaufen damit ihre Kinder etwas zu Abend Essen konnten wenn sie wieder kam, dachte sie sich, aber der Junge???

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